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Kick-Off der Deutschen Olympischen Gesellschaft Frankfurt-Rhein-Main

Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung im Massif Central ist der Neustart der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) Frankfurt | Rhein-Main eindrucksvoll gelungen. Fast 100 Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft folgten der Einladung zur Diskussion „Wohin geht Olympia? – Frankfurter Perspektiven zur deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele“.

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Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt
Foto: Deutsche Olympische Gesellschaft

Bereits im Vorfeld der öffentlichen Veranstaltung setzte die DOG Frankfurt | Rhein-Main ein wichtiges Zeichen für die Zukunft: Im Rahmen einer Mitgliederversammlung wurden Sylvia Schenk und Francis Gross zu den beiden Vorsitzenden gewählt. Damit wurde der organisatorische Neubeginn der Zweigstelle formal beschlossen und ein klarer Aufbruch eingeläutet. 

Pünktlich um 19:30 Uhr eröffnete Francis Gross die Veranstaltung und übergab anschließend an DOG-Präsident Gregor von Opel. In seiner Begrüßung würdigte dieser die Neugründung der Frankfurter Zweigstelle und hieß unter den Gästen unter anderem Oberbürgermeister Mike Josef, die ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie die Olympische Bronzemedaillengewinnerin Lena Mayer willkommen. 

In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Mike Josef die enge Verbindung von Breiten- und Leistungssport: Beide stünden nicht im Wettbewerb, sondern ergänzten und stärkten sich gegenseitig. Besonders hob er die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor und dankte den zahlreichen Engagierten im Sport. Zudem unterstrich er die gesellschaftliche Rolle von Bewegung und Sport – etwa durch niedrigschwellige Angebote wie Spazier-Treffs – auch als Mittel gegen Einsamkeit. Im Mittelpunkt des Abends stand die Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen, die unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft Olympischer und Paralympischer Spiele einbrachten und von Sylvia Schenk moderiert wurde. 

Ferdinand Huhle, Bereichsleiter Konzernkommunikation & Public Affairs Mainova AG, machte deutlich, dass mögliche Olympische Spiele in Deutschland – etwa 2036, 2040 oder 2044 – bereits heute eine klare Vision erforderten. Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte benötigten langfristige Planung, insbesondere in den Bereichen Mobilität und nachhaltige Entwicklung. Die Rhein-Main-Region könne hier eine Vorreiterrolle einnehmen. 

Franziska Fey, Vorstandsvorsitzende DFL-Stiftung, verwies auf Studien, die den gesellschaftlichen Mehrwert von Investitionen in den Sport belegen: Jeder investierte Euro könne ein Vielfaches an Nutzen für die Gesellschaft erzeugen. Gleichzeitig betonte sie den Wunsch vieler junger Menschen nach stärkerer Inklusion – bis hin zur Vision gemeinsamer Olympischer und Paralympischer Spiele. 

Andrea Jürges, Stellvertretende Direktorin Deutsches Architektur Museum, hob hervor, wie wichtig es sei, Sport von Beginn an in die Stadtentwicklung zu integrieren. Eine ganzheitliche Planung könne dazu beitragen, lebenswerte urbane Räume zu schaffen, in denen Bewegung selbstverständlich verankert ist. 

Nico Dreimüller, Rollstuhl-Basketballer, Paralympics 2016, 2020, 2024 (Bronze-Medaille), lenkte den Blick auf die kommende Generation: Bei allen Überlegungen zu Olympia dürfe die Perspektive derjenigen nicht fehlen, die künftig als Athletinnen und Athleten teilnehmen werden – also die Kinder von heute. 

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie wichtig ein positiver Aufbruch und emotionale Begeisterung für eine mögliche deutsche Olympiabewerbung sind – nicht nur für den Sport, sondern für die gesamte Gesellschaft. Nach dem offiziellen Teil nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum weiteren Austausch. In lebendiger Atmosphäre wurde noch lange über die Zukunft der Stadt, die Rolle des Sports und die Chancen Olympischer Spiele in Deutschland diskutiert.

Mit dem erfolgreichen Auftakt hat die DOG Frankfurt | Rhein-Main ein starkes Signal gesetzt: Frankfurt will und kann eine aktive Rolle in der Diskussion um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland übernehmen.