Entlastung bei den Strompreisen
VCI: Nothilfen ersetzen aber keine Strukturreformen
Die Europäische Kommission hat am 23. Dezember ihre Leitlinien zur Strompreiskompensation aktualisiert. Von der Beihilfe können nun mehr Branchen profitieren. Gleichzeitig werden Unternehmen finanziell etwas stärker entlastet. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des in Frankfurt ansässigen Verbands der Chemischen Industrie (VCI), lobt die Entscheidung.
„Ein guter Tag für die energieintensive Industrie: Die EU-Kommission erkennt den verschärften internationalen Wettbewerb an. Das ist das richtige Signal. Die Strompreise in Europa müssen endlich runter. Dass die breitere Entlastung bereits für das Jahr 2025 wirken soll, gibt ebenfalls einen wichtigen kurzfristigen Impuls“, sagte der VCI-Hauptgeschäftsführer. Und fordert, "dass der Industriestrompreis mit der Strompreiskompensation kombiniert werden kann. „Ich wünsche mir von der Bundesregierung, dass sie in den laufenden Gesprächen mit der EU-Kommission nicht lockerlässt. Nur gemeinsam können beide Instrumente die massiven Kostennachteile gegenüber anderen Weltregionen reduzieren.“
Für Große Entrup ist aber auch klar, dass diese Beihilfen für Unternehmen nur Nothilfen sein können. Er betont: „Die Energiewende braucht ein strukturelles Update. Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit müssen besser ausbalanciert werden.“
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