Ensemble Modern und Arditti Quartet am 8. Mai in der Alten Oper
Jedes dieser Werke erzählt – auf eigene Weise – von Begegnungen. In Brian Ferneyhoughs 40-minütigem Zyklus „Umbrations“ trifft das Ensemble Modern auf das Arditti Quartet, das sich ebenfalls einen herausragenden Ruf als Interpret von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts erspielt hat. Begegnungen finden aber auch innerhalb des Werkes statt: Ferneyhough integrierte in seinen Zyklus tönende Fragmente aus Partituren des englischen Renaissance-Komponisten Christopher Tye.
Neue Werke zweier Komponisten der jüngeren Generation werden in der ersten Konzerthälfte vorgestellt. Martin Grütter, Jahrgang 1983 und in Berlin lebend, spielt in seinem neuen Werk „Die Häutung des Himmels“ mit Räumlichkeit. Ein Oben und ein Unten treten sich plastisch gegenüber, Klänge donnern herab und werden aufgefangen und fortgesponnen. Das klangliche Geschehen oszilliert, so Grütter selbst, „zwischen Überhöhung, Entgleiten, Zusammenspiel, Kaputtdonnern“, dabei spielen „Unverfügbarkeit, Machtlosigkeit, Größenwahn und Verlorenheit eine Rolle“.
Eröffnet wird der Abend durch Christopher Trapanis „PolychROME“ für zehn Instrumente, das der gebürtige US-Amerikaner, Jahrgang 1980, während seines einjährigen Stipendiats an der American Academy in Rom komponierte. Die Begegnung mit einer Stadt, die, überbordend vor Details, Farben, Spuren der Vergangenheit und Schattierungen des Lichts, beim Komponisten einen starken Eindruck hinterließ, findet in „PolychROME“ ebenso ihren Niederschlag wie die Auseinandersetzung mit einem literarischen Sujet, einer Kurzgeschichte des britischen Autors Geoff Dyer.
Abonnement Ensemble Modern
€ 23,- / 30,- (Endpreise). Tickethotline: (069)1340400 ▪ www.alteoper.de
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