Ensemble Modern am 21. Januar in der Alten Oper
Die amerikanische Komponistin Ashley Fure etwa interessiert sich in besonderem Maße für das Zerlegen von Material in eigenständige Elemente, um diese zu dehnen und stauchen, zu verzerren und zu neuen Gebilden zusammenzufügen, und solch ein alchimistisches Klanggefüge ist auch ihr Werk „Feed Forward“ von 2015. Die Werke der aus dem Iran stammenden und seit 2005 in Österreich lebenden Komponistin Anahita Abbasi leben nicht zuletzt von Vielschichtigkeit und Interaktion – das betrifft auch das 2016 in Graz uraufgeführte „Situation II / Dialoge“, bei dem die Musiker im Raum verteilt sind und neben ihren eigenen (meist präparierten) Instrumenten noch zusätzlich Objekte zur Klangerzeugung bedienen. Das Resultat sind spannende Dialoge zwischen Klängen und Klangquellen, Klangquellen und Publikum. Mit dem Heterogenen spielt Zeynep Gedizlioglu, 1977 in Izmir geboren und in Berlin lebend, in ihrem Werk „Kesik“ von 2010: Ganze Melodiezüge werden in der Vertikalen vervielfacht und addieren sich zu einem frappierenden Klangbild, das vom Spiel mit dem Ungefähren lebt.
Die Deutsch-Britin Rebecca Saunders, eine der gefragtesten Komponistinnen unserer Zeit, ließ sich für ihr Werk „Skin“ für Sopran und Ensemble von Samuel Becketts Fernsehstück „Geistertrio“ inspirieren. Die Vertonung des von ihr selbst verfassten Textes nahm sie in enger Zusammenarbeit mit der britischen Sopranistin Juliet Fraser vor, die im Konzert auch den Solopart übernimmt. Komplettiert wird der Abend durch die Uraufführung eines neuen Werks der Siemens-Förderpreisträgerin Birke Bertelsmeier.
Abonnement Ensemble Modern
€ 23,- / 30,- (Endpreise) Tickethotline: (069)1340400 ▪ www.alteoper.de