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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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Endlich wieder „rausspaziert“

von Ilse Romahn

(30.04.2021) Auf 14 neuen Spazierwegen und leichten Wanderungen die Natur- und Kulturschätze der Erlebnisregion Freising entdecken

Die blühenden Weihenstephaner Gärten in der „Garten- und Rosenstadt“ Freising
Foto: LRA Freising
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Von markanten Hopfengärten, unberührten Flusstälern und historischen Bauten: Eingebettet zwischen München und dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt, präsentiert die Erlebnisregion Freising pünktlich zum lang ersehnten Frühlingserwachen neue Wandertipps, durch die sich die Highlights der Region auf achtsame Weise erleben lassen. Die im Rahmen der Aktion „Rausspaziert!“ zusammengefassten Wanderungen zu bekannten sowie unentdeckten Plätzen reichen von gemütlichen Spazierwegen bis hin zu ausgedehnten Wanderungen. Fernab vom Trubel führen sie in unterschiedliche Landschaften, ursprüngliche Natur und Waldgebiete, ruhige Naturschutz- und Erholungsgebiete sowie zu attraktiven Badeseen und kulturellen Höhepunkten. Alle Touren bieten ausgewiesene Parkplätze, einen ruhigen Streckenverlauf abseits vielbefahrener Straßen sowie gemütliche Einkehrmöglichkeiten und Biergärten entlang der Strecke. Die 14 Rundtouren von vier bis 17 Kilometern Länge zwischen der Hallertau im Norden und der Garchinger Heide im Süden, zwischen Ampertal und Isar, sind auf der Outdoor-Plattform „outdooractive“ sowie auf der touristischen Website der Region Freising unter www.tourismus-kreis-freising.de/de/erlebnisse/wandern verfügbar – im Folgenden fünf besondere Tipps, die die Vielseitigkeit der Region zeigen:

1. Verborgene Schätze auf der Kapellentour zum Schloss Hohenkammer
Auf der Kapellentour können Wanderer den landwirtschaftlich geprägten Westen Freisings entdecken und in die oberbayerische Renaissance eintauchen. Entlang der Glonn führt die 17 Kilometer lange Rundtour vom Startpunkt Allershauen flussaufwärts durch landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft bis zum Wasserschloss Hohenkammer. Wanderer entdecken dabei idyllische, teils verborgene Kapellen. Das Highlight der Kapellentour ist das Renaissancewasserschloss Hohenkammer in der Gemeinde Hohenkammer: Das Wasserschloss bietet neben eindrucksvoller Architektur einen eigenen Biergarten, wo traditionelle Gerichte mit Zutaten vom eigenen Bio-Gut serviert werden. Nach der Stärkung führt die Rundtour durch hügelige Waldlandschaft zurück zum Ausgangspunkt in Allershausen.

2. Dem „Grünen Gold“ auf der Spur auf der Kleinen Auer Runde
Über 18.000 Hektar erstreckt sich das Hopfenland Hallertau und bildet damit das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Vom Herzen des Hopfenmarktes Au in der Hallertau führt die 4,1 Kilometer lange Kleine Auer Runde im Norden des Landkreises an aromatischen Hopfengärten vorbei, über den Bockerlradweg entlang der historischen Bahntrasse der ehemaligen Hallertauer Lokalbahn, bis hin zur überregional bekannten Schlossbrauerei in Au. Die 400-jährige Bautradition des Auer Biers aus den Sudkesseln neben dem Auer Schloss reicht bis ins Jahr 1950 zurück und lädt heute mit einem schattigen Biergarten zum Verweilen ein. 

3. Das Wasser als Wegweiser auf der Amperrundtour
Die vielseitige Flusslandschaft im Ampertal besticht mit einer unberührten, fast urwaldähnlichen Vegetation, die den Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten darstellt. Zahlreiche Aussichtspunkte an den Talrändern enthüllen den ursprünglichen Lebensraum für schilfbrütige Vogelarten, die sich in den ausgedehnten Röhrichtzonen niederlassen. Die Amperrundtour führt immer am Wasser entlang, den Amperschleifen und dem Amperkanal folgend, von Langenbach über Inkofen nach Haag an der Amper. Hier können sich Wanderer im Biergarten Schloßallee Haag, einem der ältesten Biergärten Bayerns, niederlassen und regionale Schmankerl genießen. Für eine Erfrischung bietet sich der Haager Weiher an, ein von Auwäldern und Wiesen umgebener Landschafts- und Badesee.

4. Zwischen Seen und Heidelandschaften: Echinger Zwei-Seen-Tour
Im Süden der Erlebnisregion Freising wandern Naturliebhaber auf der Echinger Zwei-Seen-Tour, einer 9,8 Kilometer langen Rundtour, vom Echinger Stachus über den Echinger See durch das Naturschutzgebiet Mallertshofer Holz bis zum Naherholungsgebiet Hollerner See. Weitläufige Liegewiesen und Sandspielplätze laden Familien zum entspannten Badespaß am Echinger See ein. Ebenso besticht der Hollerner See mit einem großen Badestrand inklusive Kiosk. Zwischen beiden Naherholungsgebieten führt der Rundwanderweg am Naturschutzgebiet Mallertshofer Holz vorbei, das eine außergewöhnliche Artenvielfalt mit über 200 Pflanzenarten beherbergt, inmitten einer Heidelandschaft mit Kiefernwäldern und offenen Kiesflächen. Hier kreuzt der Weg auch den Heidepfad, welcher anhand von mehreren Stationen über die Heidelandschaft und ihre Tier- und Pflanzenwelt informiert. 

5. Kulturschätze und Naturerlebnisse in der ältesten Stadt an der Isar
Der Themenweg Kultur & Natur rund um die Stadt Freising empfiehlt sich für alle, die die kulturreiche Domstadt mit einem naturnahen Wandererlebnis verbinden möchten: Auf der 14 Kilometer langen Rundtour entdecken Stadtwanderer die Vielfalt Freisings. Die älteste Stadt an der Isar überzeugt mit Barock- und Rokokobauten sowie strenggotischen Bürgerhäusern und beheimatet zahlreiche Kulturschätze wie den Domberg, die historische  Altstadt, die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul im Stadtteil Neustift und das Europäische Künstlerhaus am Schafhof. In der ältesten Brauerei der Welt in Weihenstephan können Interessierte tiefer in die Braukultur eintauchen. Botanik-Fans sollten unbedingt den Weihenstephaner Gärten einen Besuch abstatten: In den 1947 gegründeten Lehr- und Versuchsgärten, denen Freising unter anderem seinen Spitznamen „Garten- und Rosenstadt“ zu verdanken hat, können sie das farbenprächtige Zusammenspiel von Stauden, Sommerblumen und Gehölzen auf sich wirken lassen.

Als weiteres Wander- und Spaziergebiet für Ruhesuchende und Botanik-Interessierte unweit der Stadt Freising bietet sich der Weltwald Freising im Kranzberger Forst an: Auf verschiedenen Themenpfaden durch die Kontinente können hier im Bayerischen Landesarboretum über 300 Baum- und Straucharten aus aller Welt wie etwa aus den Rocky Mountains, dem Himalaya oder dem Orient bewundert werden. Die „Gärten der Kontinente“ bieten auf spielerische Weise auch kulturelle Einblicke in die Heimatländer der Weltwald-Bäume.

Weitere Informationen unter http://www.tourismus-kreis-freising.de.