Elisabeth Leonskaja gastiert in der Alten Oper
Reflexion über die wesentlichen Dinge: Die Pianistin Elisabeth Leonskaja zählt zu den wichtigen Künstlerinnen unserer Zeit, deren langjährige Karriere darauf fußt, dass sie den Dingen beharrlich auf den Grund geht. Das wurde für das Publikum der Alten Oper Frankfurt zuletzt eindrucksvoll erlebbar, als die Pianistin im September 2021, damals noch unter strengen Corona-Auflagen, an einem langen Abend die drei letzten Schubert-Sonaten interpretierte und dafür frenetisch bejubelt wurde.
Foto: Marco Borggreve
Eine gewichtige Sonaten-Trias steht auch auf dem Programm, wenn die Wahlwienerin mit georgischen Wurzeln am 26. September 2025, zwei Monate vor ihrem 80. Geburtstag, erneut der Einladung in die Alte Oper folgt.
Im Konzert um 20.00 Uhr im Mozart Saal widmet sie sich den drei letzten Beethoven Sonaten Nr. 30 op. 109, Nr. 31 op. 110 und Nr. 32 op. 111, jenem großen Vermächtnis des Komponisten, das zugleich der komponierenden Nachwelt neue Türen aufstieß. Mit diesem „neuen Testament der Klavierspieler“, wie Hans von Bülow die drei Sonaten titulierte, hat sich auch Elisabeth Leonskaja im Lauf ihrer fast sieben Jahrzehnte währenden Konzerttätigkeit immer wieder auseinandergesetzt, unter anderem auf einer gefeierten Aufnahme aus dem Jahr 2010. Wirklich abgeschlossen ist für sie die Beschäftigung mit einem Werk dabei nie: „Das ist wie mit dem Horizont. Die Horizontlinie entfernt sich, wenn man näher kommt. Wir sind immer auf der Suche, wissen nicht, was kommt und werden bei der Arbeit von einem unsichtbaren Geist geführt.“