Einzelhandel erwartet gutes Weihnachtsgeschäft
Konsumenten geben 472 Euro für Weihnachtsgeschenke aus
„Entscheidend sind die Verkaufstage um den 2. und 3. Adventssonntag sowie die ersten Januartage, die über den Erfolg des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts entscheiden. Uns steht ein gute Prognose bevor“, sagte Jochen Ruth, Präsident des Handelsverbandes Hessen.
Verglichen mit dem Vorjahr wird mit einem Wachstum von drei Prozent gerechnet. Damit steigen die Umsatzerläse nach Mitteilung von Ruths auf 8,5 Milliarden Euro an. Gutscheine, Kosmetika, Bücher, Kulturausgaben sowie Uhren und Schmuck stehen auf vielen Wunschlisten ganz oben. Immerhin rangiert an achter Stelle noch immer Bargeld. Im Schnitt wollen die Konsumenten laut aktueller Umfrage 472 Euro für Geschenke zur Weihnachtszeit ausgeben (plus 1,4 Prozent). „Gewinner des Weihnachtsgeschäfts 2018 sind Städte und Gemeinden, die zusammen mit Handel und Dienstleistern sich auf Weihnachten gut vorbereitet haben, vor allem in Blick auf Sauberkeit, Sicherheit und Erreichbarkeit. Vielfach sind in diese Verkaufsphase auch örtliche Weihnachtsmärkte eingebunden, was sich positiv auf den Umsatz auswirkt“, erklärte Hauptgeschäftsführer Michael Kullmann.
Sorgen macht dem Verband, dass kleine Händler immer mehr unter Druck geraten. Im Spektrum von 5 bis 10 Beschäftigten habe es einen Rückgang um minus 9 Prozent gegeben, bei weniger als 5 Beschäftigten sogar minus 18 Prozent. „Überalterung und die fehlende Möglichkeit zu Investitionen haben hier sicherlich den Ausschlag gegeben“, meinte Präsident Ruths. Günstig sei dagegen die Lage bei 11 bis 20 und mehr als 100 Beschäftigten (plus 8 bzw. 6 Prozent).
Im Gesamtjahr 2018 rechnet der Handelsverband mit einem Umsatzplus von etwa zwei Prozent auf dann 45,2 Milliarden Euro in Hessen. Wachstumstreiber bleibt der Online-Handel. Im Internet wächst das Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 13,4 Milliarden und im gesamten Jahresvergleich ebenfalls um 10 Prozent auf 53, 4 Milliarden Euro. Diese insgesamt positive Entwicklung sei auf die günstige Konjunkturentwicklung, die sinkende Arbeitsloszahlen und den stabilen Binnenmarkt zurückzuführen.
Der Handelsverband besteht aus 7 000 Mitglieder für ganz Hessen. Sie erzielen einen Umsatz von jährlich 43 Milliarden Umsatz auf 22 Millionen Verkaufsflächen und 160 000 Arbeitnehmern.
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