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Letzte Aktualisierung: 29.05.2024

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Einwanderung & Asylpolitik bleibt wichtigstes Thema

von Helmut Poppe

(13.05.2024) Die YouGov-Sonntagsfrage im Mai 2024:  Zur Wahlabsicht der Deutschen im Mai 2024, zu den wichtigsten Themen der Deutschen und zur Beliebtheit des Bundeskanzlers und von Bundesministerinnen und Bundesministern.

Und welches der folgenden Themen ist Ihrer Meinung nach das wichtigste Thema, um das sich Politikerinnen und Politiker in Deutschland kümmern sollten? (Befragte in %)
Foto: YouGov
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30 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geben an, CDU/CSU zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre (vgl. 29 Prozent im Vormonat April). Die SPD kommt im Mai auf 16 Prozent (vgl. 14 Prozent im Vormonat). Die Grünen landen bei 14 Prozent (vgl. 15 Prozent im Vormonat April).

Die Linke würden, ebenso wie im März und April, 4 Prozent wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Die FDP kommt ebenfalls auf 4 Prozent (vgl. 5 Prozent im April). Die AfD landet unverändert zu den beiden Vormonaten bei 19 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreicht zum vierten Mal in Folge 7 Prozent in der Wahlabsicht der Deutschen.

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.749 Personen unter 2.146 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern ihre Wahlabsicht abgegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und darf daher in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 03. und 08.05.2024 statt.

Einwanderung und Asylpolitik bleibt mit Abstand wichtigstes Thema

Im Mai sagen 24 Prozent der deutschen Wahlberechtigten (also jeder Vierte), dass Einwanderung & Asylpolitik das wichtigste Thema sei, um das sich Politikerinnen und Politiker in Deutschland kümmern sollten. Dieser Wert ist im Vergleich zu den beiden Vormonaten wieder etwas gestiegen (vgl. März und April je 21 Prozent). Im Oktober und November 2023 lag er sogar bei 31 Prozent.

Während das Thema Umwelt- und Klimaschutz im Jahr 2023 im Durchschnitt von knapp 13 Prozent als wichtigstes Thema angesehen wurde, liegt der Durchschnittswert in diesem Jahr bisher bei 10 Prozent. Das Thema ist also in den Augen der Wahlberechtigten in seiner Relevanz gesunken.

Christian Lindner seit Ende 2023 an Beliebtheit eingebüßt

Die Beliebtheit von Bundesfinanzminister Christian Lindner ist im Mai 2024 im Vergleich zu vor 12 Monaten 9 Prozentpunkte niedriger: Aktuell sagen 24 Prozent, dass der Minister einen guten Job mache, im Mai 2023 waren noch 33 Prozent dieser Meinung. Ab Ende 2023 sind seine Beliebtheitswerte gefallen.

Unter insgesamt sechs abgefragten Bundesministerinnen und Bundesministern bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius am beliebtesten (52 Prozent). Außenministerin Annalena Baerbock und Gesundheitsminister Karl Lauterbach liegen gleichauf bei jeweils 31 Prozent. Von Robert Habeck sagen 26 Prozent, dass er einen guten Job als Wirtschaftsminister mache. Innenministerin Nancy Faeser kommt auf 23 Prozent.

Beliebtheit des Kanzlers stabilisiert sich wieder

Nachdem die Beliebtheit von Bundeskanzler Olaf Scholz im Dezember 2023 6 Prozentpunkte einbüßen musste (von 26 Prozent im November 2023 auf 20 Prozent im Dezember 2023), stabilisieren sich seine Werte derzeit wieder: Im Mai 2024 kommt er auf 23 Prozent in der Beliebtheit, im Vormonat April waren es 24 Prozent. (HP/YouGov)