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Letzte Aktualisierung: 01.07.2022

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Einwandern in die Geschichte?

NS-Erinnerung in der diversen Stadtgesellschaft

von Ilse Romahn

(15.06.2022) Neues Diskussionsformat: Impuls mit Ausstellungsgespräch in der aktuellen Stadtlabor-Ausstellung „Frankfurt und der NS. Auf Spurensuche im Heute“. Eine gemeinsame Veranstaltung des Historischen Museums Frankfurt und der Evangelischen Akademie Frankfurt in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung Mittwoch, 22. Juni , 18.30 – 21 Uhr Historisches Museum Frankfurt. 4 € / ermäßigt 2 €

In einem neuartigen Veranstaltungsformat kommen fünf renommierte Erinnerungs-Experten mit dem Publikum ins Gespräch, direkt in der aktuellen Stadtlabor-Ausstellung. Von ihren jeweiligen fachwissenschaftlichen oder beruflichen Standpunkten aus diskutieren sie, wie eine zeitgemäße, der diversen Gesellschaft angemessene Erinnerungskultur aussehen kann und wie sich das in der aktuellen Stadtlabor-Ausstellung zeigt.

Die Veranstaltung ist in drei Teile gegliedert. In kurzen Impuls-Vorträgen stellen die Expertinnen und Experten ihre jeweiligen Positionen vor: Prof. Dr. Astrid Erll (Goethe-Universität) gibt Einblicke in die neuesten Theorien der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung, Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank) spricht über historisch-politische Bildungsarbeit in der diversen Gesellschaft, Arnon Hampe (Jüdisches Museum Hohenems) erläutert die Position der Museumspädagogik für eine diversitätssensible politische Bildung, Prof. Dr. Wolfgang Meseth (Goethe-Universität) stellt den Standpunkt der Erziehungswissenschaften vor und Gottfried Kößler (ehem. Fritz Bauer Institut) die Perspektive der Geschichtsdidaktik.

Nach der Impuls-Runde suchen sich die Gäste aus, über welche Ansätze sie mehr erfahren und mit wem sie das Gespräch vertiefen möchten. Vor den einzelnen Ausstellungs-Beiträgen und im Gespräch mit den Gästen machen die Erinnerungs-Experten die Theorien anschaulich und konkret erfahrbar. In einer gemeinsamen Abschlussrunde werden die in den Kleingruppen diskutierten Themen zusammengetragen.

Das Stadtlabor ist ein partizipatives Format des Historischen Museums. Hier entstehen in Kooperation mit der Stadtgesellschaft Ausstellungen und Veranstaltungen zu wechselnden Themen. Der experimentelle Charakter des Stadtlabors wurde dieses Mal auf das Thema der Erinnerungskultur angewandt. In der aktuellen Ausstellung beantworten 38 unterschiedliche Frankfurterinnen und Frankfurter die Frage, wo sie heute in ihrem Alltag Spuren des NS begegnen. Sie haben 25 Ausstellungsbeiträge gestaltet, die individuelle Zugänge zur Auseinandersetzung mit NS-Geschichte zeigen.

Die Evangelische Akademie will zum Diskurs über gesellschaftlich relevante Zukunftsfragen beitragen. Dies beinhaltet auch die Auseinandersetzung mit geschichtlichen Themen, die für die Gegenwart der Frankfurter Stadtgesellschaft von Bedeutung sind. Aus diesem Selbstverständnis heraus kooperiert sie mit dem Historischen Museum im Rahmen dieses dieses neuartigen Diskussionsformats, das inmitten der Ausstellungsobjekte des Stadtlabors stattfindet.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der drei Sonderausstellungen „Frankfurt und der NS“, die im Historischen Museum Frankfurt bis 11. September 2022 zu sehen sind.
Informationen zur Sonderausstellung „Mit dem Stadtlabor auf Spurensuche im Heute - Frankfurt und der NS“ im Historischen Museum Frankfurt finden Sie hier.

Informationen zum Rahmenprogramm „Frankfurt und der NS“ finden Sie hier.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Für die Teilnahme wird eine Anmeldung empfohlen. Diese ist im Vorfeld über den Online-Ticketshop hier, oder den Besucherservice (montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr unter der Tel. (069)21235154 oder als E-Mail besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de) möglich. Sind noch Plätze verfügbar, kann man sich auch unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung an der Museumskasse anmelden.

www.historisches-museum-frankfurt.de

Information zum Historischen Museum Frankfurt
Das Historische Museum Frankfurt erklärt die Stadt: Es ist das Frankfurt Museum.
Als Geschichtsmuseum verbindet es Stadtthemen mit der allgemeinen Gesellschaftsgeschichte.
Mit seinem Jungen Museum macht es besondere Angebote für junge Menschen, Familien und Schulen.
Die Vielfalt der Stadtgesellschaft spiegelt sich in Sammlung, Ausstellung und Vermittlung wider.
Alle Menschen sind dazu eingeladen, am Kulturort Museum teilzuhaben und ihn mitzugestalten