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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Einigung beim Kulturquartier ist einmalige Chance für Bockenheim und Westend

von Ilse Romahn

(26.05.2020) Die SPD-Fraktion im Römer begrüßt die Einigung der Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig (SPD) mit der hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), auf einen gemeinsamen Architekturwettbewerb von Stadt und Land zum Kulturcampus.

„Die Kombination einer Wohnbebauung für alle Einkommensgruppen mit einem Zentrum für kulturelle Einrichtungen ist eine große Chance für die Stadtteile Westend und Bockenheim. Hier wird langfristig ein neues Kulturquartier entstehen, das in die umliegenden Stadtteile ausstrahlt und einen neuen Ort der Begegnung an die Stelle des alten Unicampus setzen wird. Das ist gerade in Zeiten von Corona eine gute Nachricht für Frankfurt“, so Esther Gebhardt, Stadtverordnete der SPD-Fraktion aus Bockenheim. 

Es zahle sich aus, dass Hartwig das Projekt beharrlich weiterverfolgt, den stetigen Dialog mit allen beteiligten Institutionen gesucht und Initiativen wie das zukünftige „Offene Haus der Kulturen“, das im derzeitigen Studierendenhaus entstehen soll, vorangetrieben und unterstützt habe. 

„Der Kulturcampus ist eine städtebauliche Chance – insbesondere für Bockenheim – und eine kulturpolitische Vision für Frankfurt und die ganze Region Hessen, die so für beide Partner nie wiederkommen wird und die deshalb auch in Coronazeiten genutzt werden muss. Ich hoffe darauf, dass es auch bei den Finanzierungsfragen bald zu einer Einigung kommen wird“, so Gebhardt. 

Gebhardt spart aber auch nicht mit Kritik an der Gesamtentwicklung des bisherigen Universitätsareals: „Die alte Koalition aus CDU und Grünen hat in ihrer Regierungszeit vor 2016 einige elementare Fehler gemacht, die sich kaum korrigieren lassen. Das fängt bei der verunglückten Konzeptvergabe für Wohngruppen ohne Grundstücke an und hört bei dem Verzicht auf den Bau von gefördertem Wohnraum beim Hochhausprojekt 99 West auf. Man kann von Glück sagen, dass es Mike Josef als Planungsdezernent gelungen ist, nun das Gebäude der Akademie der Arbeit zu erwerben und hier eine saubere Konzeptvergabe für Wohngruppen durchgeführt wird.“ 

Auf dem Kulturcampus sollen neben der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, u.a. das Ensemble Modern und die Frankfurt Dresden Dance Company eine neue Heimat finden, zusammen mit Wohnprojekten sowie mit ehrenamtlichen kulturellen Initiativen im „Offenen Haus der Kulturen“.