Kultur

Eine Straße geht ins Konzert

Gemeinsam Musik erleben, Nachbarn neu kennenlernen, den eigenen Stadtteil kulturell bereichern und als Gruppe den Konzertsaal entdecken: Das Community-Projekt „Eine Straße geht ins Konzert“, konzipiert von der Alten Oper Frankfurt und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, geht in die dritte Runde. 

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Foto: iStock dima sidelnikov

Gesucht werden erneut Bewohner einer Frankfurter Straße, die Lust haben, ihre Nachbarschaft mit musikalischen Ideen zu beleben und neue Begegnungen zu ermöglichen – direkt vor der Haustür und in Konzerten in der Alten Oper. 

Im Zentrum steht die Entwicklung und Durchführung eigener Formate durch die Teilnehmer selbst, seien es Konzerte, Feste, gemeinsame Aktionen oder Workshops, die die Menschen der Nachbarschaft generationenübergreifend zusammenführen. Gemeinsame Konzertbesuche in der Alten Oper gehören fest zum Programm. Für die Umsetzung erhalten die Teilnehmer fachliche Unterstützung und organisatorische Begleitung; die Projektpartner übernehmen die anfallenden Kosten, etwa für Honorare der beteiligten Musikerinnenund Musiker oder für Konzerttickets. 

Ab sofort und bis zum 25. April 2026 können sich Straßengemeinschaften aus dem Frankfurter Stadtgebiet bewerben. Eine Jury aus Vertretern der Alten Oper, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und der Stadt Frankfurt wählt eine Straße aus, die von September 2026 bis in den Frühsommer 2027 hinein bei der Realisierung ihrer Ideen begleitet wird. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Infos und Bewerbungsformular unter www.alteoper.de/strasse   

Die aktuellen Teilnehmer: das Team Rottweiler Straße aus dem Gutleutviertel 
Für die Spielzeit 2025/26 hatte sich unter allen Bewerbern das Team Rottweiler Straße durchgesetzt. Hinter dem Team steht der Verein Gude Leut’ e. V., der sich der Förderung der Stadtteilkultur im Gutleutviertel verschrieben hat. Bislang haben die Bewohner bereits einen Chor gegründet und einen Filmnachmittag mit Live-Musik veranstaltet. Dabei konnte das Team nicht nur auf Kreativität und gestalterische Expertise aus den eigenen Reihen bauen, sondern auch auf viele helfende Hände aus der Nachbarschaft. Für die kommenden Monate bis zum Ende der laufenden Spielzeit sind noch drei Open-Air-Termine auf dem Rottweiler Platz geplant: ein Tanzfest, ein Kinder-Musik-Nachmittag und das große Finale im Juni unter anderem mit Balkonkonzert. Regelmäßige Konzertbesuche in der Alten Oper sind fester Bestandteil des Projekts, so besuchten die Teilnehmer unter anderem die Saisoneröffnung mit den Münchner Philharmonikern, das neue Festival „Alte Oper Nights“ und ein Konzert mit dem Jazz-Residenzkünstler Jakob Manz. 

Zwischenmenschliche Verbindungen 
Intendant Dr. Markus Fein blickt mit Vorfreude auf die Neuauflage: „Das Projekt zeigt uns, welches kreative Potenzial in einer Straße steckt. Bereits zweimal durften wir erleben, wie sehr zum einen das Engagement eines Kernteams, zum anderen die verbindende Kraft der Musik den nachbarschaftlichen Zusammenhalt stärken können. Ich bin gespannt auf neue kreative Impulse aus dem Quartier für das Quartier und freue mich auf neue Ideen, neue Begegnungen und auch darauf, Menschen neu für Musik zu begeistern.“ 

Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, ergänzt: „Wenn Nachbarinnen und Nachbarn gemeinsam ein kulturelles Vorhaben entwickeln, entsteht mehr als ein einzelnes Event: Es wächst ein Gefühl von Zugehörigkeit. ‚Eine Straße geht ins Konzert‘ verbindet kulturelle Teilhabe mit bürgerschaftlichem Engagement und schafft zwischenmenschliche Verbindungen, die über die Projektdauer hinaus Bestand haben – das fördern und befördern wir gerne.“
www.alteoper.de