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Eine interessante Frage

Hoher Blutdruck oder hoher Puls: Was ist schlimmer?

Mit der Frage, was schlimmer ist, ein hoher Blutdruck oder ein hoher Puls, beschäftigt sich der Vorsitzende der 13.000 Mitglieder zählenden Interessenvertretung Patienten und Versicherte Bundesverband für Gesundheit und Soziales Manfred Pfeiffer im neuen Infobrief "Aufgepasst und Hergehört." Ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck kann der Gesundheit schaden. Das gilt aber auch für den Puls. Wie hängen beide Werte zusammen?

"Blutdruck und Puls sind Regelgrößen. Sie gewährleisten die Blutversorgung im gesamten Körper", erklärt Manfred Pfeiffer dazu. "Der Puls gibt Auskunft über die Herzfrequenz, das heißt, wie oft das Herz in einer Minute schlagen muss, um den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Der Blutdruck ist der Druck, den das durch den Körper fließende Blut auf die Wände der großen Blutgefäße ausübt. Die Blutdruckwerte geben Aufschluss über die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und zeigen an, ob Krankheiten wie Bluthochdruck (Hypertonie) oder niedrigen Blutdruck (Hypotonie) vorliegen."

Welcher Wert für die Gesundheit eines Einzelnen wichtiger ist, lasse sich nicht pauschal beantworten. Für Menschen mit Herzerkrankungen  wie Vorhofflimmern sei es beispielsweise bedeutsamer, auf die Herzfrequenz zu achten, aber viele andere Krankheiten hängen stärker vom Blutdruck ab. Er rate daher, beide Werte regelmäßig zu messen. Prinzipiell gelte aber hoher Blutdruck als gefährlicher als ein hoher Puls. Pfeiffer: "Studien belegen nämlich, dass das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle steigt, wenn der Blutdruck im Laufe der Zeit auch nur wenig über dem typischen Durchschnitt liegt. Demnasch verdoppelt sich das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzversagen oder chronische Nierenerkrankung mit jedem Anstieg um 20mmHg über 115 mmHg systolisch.

Fazit: Sowohl der Puls als auch der Blutdruck spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Beide Vitalwerte sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden. In der Regel überprüft der Hausarzt dies beim jährlichen Check-up. Plötzliche Veränderungen sollten allerdings schön früher mit einem Arzt besprochen werden.