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Letzte Aktualisierung: 16.08.2022

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Ein Straßenraum mit vielfältigem Nutzungsangebot

Mit dem „Sommer am Main“ wird der Mainkai 2022 temporär umgenutzt

von Ilse Romahn

(25.07.2022) "Für diesen Sommer haben viele Akteure die Grundlage geschaffen, damit die Bürger und Gäste der Stadt sich den Raum am Mainkai aneignen, vielfältig nutzen und temporäre Aufenthaltsqualität ausprobieren können“, freut sich Stefan Majer, Dezernent für Mobilität und Gesundheit.

Blick auf den bunt bemalten Mainkai
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer
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Die diesjährige Veranstaltung verteilt sich dabei auf drei Zeiträume, gerahmt von den bekannten Stadtfesten Mainfest und Museumsuferfest – und hat eine ganze Menge zu bieten: Vor allem kann man sich aktiv einbringen und den gesetzten Rahmen mit eigenen Ideen ausfüllen.
 
„Wir möchten den Blick nach vorne richten, wieviel Potenzial im Mainkai als lebendiger Stadtraum steckt“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Er wird einmal die Krönung der Erfolgsgeschichte ,Grünes Mainufer‘, die 2006 mit der Fußball-WM begann. Hier wird einmal so viel urbanes Leben sein wie im Hafenpark.“
 
„Die Sport- und Bewegungsfelder, die Schülerinnen und Schüler auf die Straße gemalt haben, laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein. Ein großes Dankeschön geht an den Sportkreis und seine Vereine, die einen großen Teil der Angebote stemmen“, erklärt Sport- und Planungsdezernent Mike Josef. Einen wichtigen Baustein liefert der Verein Umweltlernen in Frankfurt mit dem Netzwerk Nachhaltigkeit lernen.
 
„Diesen Sommer wollen wir den gesamten Stadtraum nutzen, um die Kultur niedrigschwellig und unkompliziert zurück an die frische Luft und an die Menschen zu bringen. Ich freue mich, dass der Mainkai beim ‚Sommer am Main‘ ein Schauplatz für Kunst und Kulturveranstaltungen ist und auch unser KUFTI – das Kultur- und Freizeitticket – mit einem Stand vertreten sein wird“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. Auch das Museum Giersch beteiligt sich am Programm.
 
„Wir sind gespannt, wie sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen werden. Denn wir können und möchten aus den Erfahrungen dieser Form der Partizipation auch für weitere Projekte und Beteiligungsformate lernen“, sagt Stadträtin Eileen O’Sullivan.
 
Ermöglicht hat dies eine Kooperation und enge Zusammenarbeit mit der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt, die während der Sommerferien auch das Mainfest und das Museumsuferfest organisiert. Eine enge Abstimmung und die Nutzung von Synergien gab es zudem mit der Veranstaltung „Eurobike City“ zu Beginn der diesjährigen Umnutzung. Essenziell für die Veranstaltungsorganisation war die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Service Center Veranstaltungen, was einmal mehr gezeigt hat, wie solch neue Wege in der Organisation in die Realität umgesetzt werden können.
 
Im Rahmen vom „Sommer am Main“ geht es nicht nur um die temporäre Umnutzung, sondern vielmehr um die Erprobung der gemeinwohlorientierten Nutzungsmöglichkeiten und -bedürfnisse für diesen zentralen und historisch bedeutsamen Ort. Ziel ist es, der Frage nachzugehen, wie dieser Stadtraum zwischen Römer und Main in Zukunft genutzt und gestaltet werden soll, wenn er kein Straßenraum mehr ist. Im Rahmen des Projektes „Post-Corona-Innenstadt“ werden mit Unterstützung des Kooperationspartners Deutsches Architekturmuseum (DAM) daher Workshops und Befragungen über den gesamten Zeitraum stattfinden. Ebenfalls eingebunden ist die Initiative Making Frankfurt, die zwischen Historischem Museum und Mainkai 21 die temporäre „Mainkai-Werkstatt“ ermöglicht, in der Pflanzbeete oder Möbel gebaut werden können und wo ein bunter Garten aus Pflanzen und Ideen entstehen wird.
 
Es wird vor allem zahlreiche Möglichkeiten geben, sich den Straßenraum für Sport und Bewegung anzueignen, denn in einem ersten Schritt haben Künstlerinnen und Künstler im Rahmen einer Streetart-Aktion mit Schülerinnen und Schülern aus insgesamt neun Frankfurter Schulen die Straßenoberfläche zum Kunstraum werden lassen und diese mit Sportfeldern und Grafikmotiven bemalt. Das Projekt „Urban Sports Park“ durch das Kollektiv TAB und Stabil für das Sportdezernat der Stadt Frankfurt wurde von Michaela Kessler for Desres Design Studios designt und die Ausführung erfolgt durch Florian Joeckel und Achim Richter für Guilty76 Street Guerilla und Massif Central.
 
Die Angebote werden überwiegend von Vereinen, Museen und weiteren Akteuren ehrenamtlich gestaltet und finden regelmäßig am Nachmittag und am frühen Abend bis 20 Uhr statt. An einzelnen Tagen freitags und samstags gibt es Angebote bis 22 Uhr. Zunächst Höhe Mainkai 20 und später am Eisernen Steg wird es eine bewirtschaftete Toilette geben, geöffnet sonntags bis donnerstags von 10 bis 20 Uhr sowie Freitag und Samstag jeweils von 12 bis 22 Uhr. Am Freitag, 22. Juli, gab es zur Eröffnung des „Sommer am Main“ ein interaktives „Stadtraum-Festival“ auf und vor dem Grundstück zwischen Historischem Museum und Mainkai 21.
 
Weitere Informationen zum Programm gibt es online unter sommer-am-main.de (ffm)