Ein starker Kämpfer: Herbert Mai verstorben
Herbert Mai, ehemaliger Arbeitsdirektor der Fraport AG und langjähriger Gewerkschafter, ist am 2. April im Alter von 78 Jahren in Schwalbach am Taunus gestorben.
Foto: IB
Mai war nach einer Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt zunächst in der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen tätig. Ab 1964 engagierte er sich gewerkschaftlich, zunächst ehrenamtlich als Vertrauensmann, später über die Jugendarbeit bis in die Führungsebene der ÖTV. Von 1995 bis 2000 stand er als Vorsitzender an der Spitze der Gewerkschaft ÖTV, einer Vorgängerorganisation der heutigen Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. In dieser Zeit leitete er Reformen ein, die als Grundlage für den Zusammenschluss mehrerer Gewerkschaften zu ver.di im Jahr 2001 galten.
Von 2001 bis 2012 gehörte Mai dem Vorstand der Fraport AG an und verantwortete als Arbeitsdirektor Personal- und Sozialthemen beim Betreiber des Frankfurter Flughafens. In Nachrufen wird er als durchsetzungsstark und zugleich ausgleichend beschrieben. Ver.di würdigte ihn als „empathischen Brückenbauer“, der Kompromisse beharrlich gesucht und gefunden habe, um Gegensätze auszugleichen. Auch die Fraport AG betonte, der Dialog auf Augenhöhe sei ihm stets ein persönliches Anliegen gewesen.
Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben blieb Mai ehrenamtlich engagiert. Unter anderem gehörte er dem Präsidium des Internationalen Bunds (IB) an und war Vorsitzender des Fördervereins Fritz-Bauer-Institut e. V.
Die Trauerfeier findet am Dienstag, 28. April 2026, um 12 Uhr in der evangelischen Friedenskirche, Bahnstraße 13, in Schwalbach am Taunus statt. Die Beisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familien- und Freundeskreis.
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