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Letzte Aktualisierung: 03.12.2021

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Ein Leben im Dienste am Nächsten

Bundesverdienstkreuzträger Manfred Pfeiffer wird 85 Jahre alt

von Norbert Dörholt

(19.10.2021) Er hätte allen Grund, seinen 85. Geburtstag am Samstag, den 16. Oktober, groß zu feiern. Corona geschuldet wird der Geburtstagskuchen dieses Mal aber nur auf Sparflamme gebacken, erst später, wenn die Pandemie gebändigt ist, soll groß aufgetischt werden: Das muss der Jubilar dann aber auch, denn speziell im westlichen Frankfurt, vor allem in Höchst und Unterliederbach, hat Manfred Pfeiffer über Jahrzehnte hinweg Zeichen gesetzt und Spuren hinterlassen. Selbst heute noch ist er quirlig wie eh und je und versieht noch die verschiedensten Ehrenämter.

Bildergalerie
Manfred Pfeiffer wird am Samstag 85 Jahre alt, aber ansehen tut man ihm sein hohes Alter nicht.
Foto: Privat
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Hier ist Manfred Pfeiffer voll in seinem Element: Diskutieren, referieren und nicht selten richtig brillieren.
Foto: Das PatientenForum e.V.
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Wo anfangen, womit enden? Es ist eigentlich gar nicht möglich, all seine Aktivitäten und Funktionen hier aufzuführen. Und letztlich auch nicht nötig, denn man kennt ihn ja. Beispielsweise als ehemaligen Sitzungspräsidenten im 1. Sindlinger Karnevalverein (1983 bis 1990), als Gesundheitsexperte aus Fernsehsendungen, Zeitungsberichten und dem Rundfunk, Mitglied im Ortsbeirat 6 in Frankfurt-Höchst (1970 bis 1984) als Pressesprecher und zeitweise CDU-Vorsitzender im Stadtteil, als Mitglied in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Höchst von 1971 bis 1984 und als Präsident des Tennis- und Hockey-Clubs Frankfurt-Höchst von 1978 bis 1983.

Das Präsidentendasein scheint ihm zu liegen, denn auch dem 11.000 Mitglieder zählenden Bundesverband für Patienten- und Versicherteninteressen „Das PatientenForum“ e.V. das er 2008 zusammen mit seiner Frau Mechtild gegründet hatte, stand er bis vor wenigen Monaten als Präsident vor. Heute helfen er und seine Frau als Geschäftsführer der neuen Präsidenten Mechthild Kern.

Ja, das numerische Alter spielt bei Manfred Pfeiffer scheinbar keine Rolle. Denn nach seiner Pensionierung als Leiter vom Verkauf Deutschland bei der damaligen Hoechst-Tochter Albert legte der gebürtige Wiesbadener erst so richtig los: Zunächst gründete er das „Redaktions-& Wirtschaftsbüro Rhein-Main“ in seinem heutigen Wohnort Sörgenloch/Mainz, ist Bundesgeschäftsführer und gesundheitspolitischer Sprecher der AVK-Selbsthilfegruppen im Bundeverband e.V., bereiste mit dem „Arteriomobil“, in dem man sich in Zusammenarbeit mit Ärzten, Apotheken und Krankenhäuser kostenlos auf Gefäßkrankheiten hin untersuchen lassen konnte, zusammen mit Frau Mechtild das gesamte Bundesgebiet, und ist seit 2005– siehe Akte Präsidententitelsammlung – Präsidiumsmitglied der Deutschen Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen.

Darfs noch e bissche mehr sein? Bitteschön: Seit 1996 bringt der Diplom-Betriebswirt sein Fachwissen als Mitglied im Gesundheitspolitischen Ausschuss des Hessischen Landtags ein, gehört seit 2002 dem Kommunalpolitischen Arbeitskreis Frankfurt-Höchst und seit 2004 dem Arbeitskreis Gesundheitspolitik im Landtag Rheinland-Pfalz an. Er arbeitete an der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Rheinland-Pfalz mit, wo er seit 2006 auch Patientenbeirat im Schlichtungsausschuss der Landesapothekenkammer ist. Zusammen mit seiner Frau (gut, dass er die hat) engagiert er sich seit 2015 als Beirat im Gesundheitsnetzwerk Rhein-Main am Klinikum Frankfurt-Höchst.

Bereits 1970 ist er der CDU beigetreten, organisierte erfolgreich den Bundestagswahlkampf von Prof. Dr. Heinz Riesenhuber bei dessen erster Kandidatur, unterstützte Dr. Walter Wallmann im Wahlkampf um die Kandidatur zum Frankfurter Oberbürgermeister, und – uff – das ist noch lange nicht alles, kann sich aber keiner mehr merken … Und eigentlich hat es Manfred Pfeiffer auch gar nicht nötig, sich hier für alle seine Funktionen und Aktionen feiern zu lassen, denn er muss sich nach solch einem erfüllten Leben für das Wohl der Anderen ja nichts mehr beweisen. Halt, eines noch: 2008 verlieh ihm Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande. Aber was wäre ihm auch anderes übrig geblieben!

Also denn, lieber Manfred Pfeiffer, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, bleibe gesund und uns allen noch lange erhalten, behalte Deinen Humor und lass´ Dich nicht vom Virus beißen! Und möge stets ein gesunder Durst mit Dir sein.