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Letzte Aktualisierung: 21.05.2024

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Ehrenbrief des Landes für verdiente Mitbürger

von Ilse Romahn

(10.05.2024) Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement sind sechs Frankfurterinnen und Frankfurter mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet worden. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg überreichte die Auszeichnungen im Rahmen einer Feierstunde im Limpurgsaal des Römers.

„Frankfurt lebt schon immer davon, dass sich Menschen für die Stadt und die Gesellschaft stark machen, sich für andere einsetzen, für andere anpacken. Bürgerschaftliches Engagement ist das Fundament unserer Stadtgesellschaft“, sagte Eskandari-Grünberg in ihrer Begrüßung. Das Ehrenamt mache die Gesellschaft stark und widerstandfähig – auch gegen Angriffe auf die demokratischen Werte.

Im Namen der Stadt Frankfurt dankte Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg den Geehrten für ihren Einsatz und überreichte ihnen den Ehrenbrief und eine Anstecknadel: „Sie alle leisten einen enormen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt und machen sie zu einem liebenswürdigen Ort. Frankfurt kann sich glücklich schätzen, dass es Sie gibt.“

Geehrt wurden:
Elvira Hahn, die seit 46 Jahren ununterbrochen als stimmberechtigtes Mitglied dem Gemeinderats der Unitarischen Freien Religionsgemeinde (UFR) angehört. Die UFR wurde 1845 in Frankfurt gegründet und orientiert sich an Werten wie Toleranz, Humanismus und Freiheit.

Hans-Georg Koll, seit fast 50 Jahren Vorstandsmitglied des Kleingärtnervereins „Rosisten“. Der Verein hat mehr als 600 Mitglieder. Von 2015 und 2017 wirkte Koll zudem zusätzlich als stellvertretender Vorsitzender der Stadtgruppe Frankfurt der Kleingärtner, die insgesamt 112 Kleingärtnervereine betreut.

Dr. Fritz Merl, der sich seit zwölf Jahren in dem Verein Soziale Tier-Not-Hilfe Frankfurt engagiert. In diesem Verein wird eine für Obdachlose unentgeltliche und für andere bedürftige Frankfurter Bürgerinnen und Bürger kostengünstige veterinärmedizinische Grundversorgung ihrer Haustiere angeboten.

Wolfgang Rüth für seinen Einsatz in vielen Bereichen: 1981 wirkte er bei der Gründung des Betriebsrats der Dechema mit. Später gründete er die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe des Universitätsklinikums. Zudem trat er 1994 der AWO Bockenheim bei und ist seit 2013 der erste Vorsitzende.

Martin-Benedikt Schäfer, der von 2009 bis 2022 Stadtbezirksvorsteher in Sachsenhausen war. Im Ortsbeirat 5 ist er seit 2011 und dort seit 2016 Fraktionsvorsitzender der CDU. Seit 2021 vertritt er zudem seine Partei als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung.

Carsten Schnauß, der 1997 eine Selbsthilfeorganisation für Betroffene der Herzerkrankung „Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie“ (HOCM) gründete. Seit 2016 firmiert die Gruppe als Verein und setzt sich bei Ärzten, auf Kongressen und anderen Veranstaltungen für ein besseres Verständnis der Krankheit ein, die oft nicht oder falsch diagnostiziert wird.

Der Ehrenbrief des Landes Hessen ist eine Auszeichnung des Hessischen Ministerpräsidenten, die für besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der demokratischen, sozialen oder kulturellen Gestaltung der Gesellschaft vergeben wird. Der damalige Ministerpräsident Albert Osswald stifete den Ehrenbrief im Jahre 1973. Jährlich werden in Hessen zwischen 1000 und 1500 Ehrenbriefe vergeben. (ffm)