E-Zigarette statt Zigarette – Wie profitieren Raucher vom Umstieg?
Gesund sind Genussmittel grundsätzlich nicht. Wer gar nicht raucht oder dampft, leistet den besten Dienst für die eigene Gesundheit. Laut Erfahrungen zahlreicher Ex-Raucher ist die E-Zigarette jedoch in der Lage, den Ausstieg aus der Tabakwelt zu erleichtern.
E-Zigarette vs. Zigarette – Die Unterschiede
Den Geruch von Zigarettenrauch kennen Raucher, aber auch Nichtraucher. Riecht es in der Umgebung plötzlich nach Früchten, Kaffee oder Haselnuss, kann jedoch eine E-Zigarette hierfür verantwortlich sein. Während klassische Zigaretten nach Tabak schmecken, sind E-Liquids in unzähligen Geschmacksrichtungen erhältlich. Das sind allerdings nicht die einzigen Unterschiede, die sich bei beiden Genussmitteln zeigen.
Klassische Zigaretten werden aus Papier, einem Filter und Tabak hergestellt. Um sie konsumieren, entzündet der Raucher sie mit einem Feuerzeug und inhaliert den verbrannten Rauch in die Lunge. Eine E-Zigarette, wie die Elfbar Elfa ist wiederverwendbar und wird mit einem E-Liquid befüllt. Das System besteht aus einem Akku, Verdampfer und Mundstück. Bei Betätigung der E-Zigarette wird das eingefüllte Liquid erhitzt und verdampft. Der Vaper inhaliert den entstehenden Dampf ähnlich wie bei einer klassischen Zigarette.
Verbrennung vs. Verdampfung
Der Rohstoff beim Rauchen ist grundsätzlich Tabak. Als Rauchmittel können klassische oder selbstgedrehte Zigaretten oder auch Pfeifen und Zigarren genutzt werden. Die Verbrennung des Tabaks einer Zigarette erfolgt bei Temperaturen von rund 600 °C, während es an der Glutspitze bis zu 900 °C heiß werden kann. Sämtliche Inhaltsstoffe der Zigarette, einschließlich Tabak, zerfallen in ihre Einzelteile. Im Rauch ist eine komplexe Mischung aus Tausenden von verschiedenen Chemikalien enthalten.
Die Basis der E-Zigarette ist das E-Liquid, das in vordefinierten Pods oder als Flüssigkeit verkauft wird. Enthalten sind Stoffe wie Propylenglykol, pflanzliches Glycerin, Aromen und optional Nikotin. Die Erhitzung beim E-Liquid ist deutlich geringer, hier herrschen Temperaturen zwischen 200 und 250 °C vor. Das reicht aus, um das Liquid zu verdampfen, ohne dass es zu einer Verbrennung kommt. Diese niedrigeren Temperaturen verhindern die Bildung der schädlichen Verbrennungsprodukte.
Gesundheitsbilanz der E-Zigarette – Was bisher bekannt ist
Mediziner würden die E-Zigarette nicht ohne Einschränkungen empfehlen und schon gar nicht an Nichtraucher. Dennoch gibt es verschiedene Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass das Schadenspotenzial um bis zu 95 % geringer ausfallen kann. Ein Argument der Gegner bezieht sich auf die fehlenden Langzeitstudien, da die E-Zigarette noch recht neu auf dem Markt sei. Tatsächlich stimmt das nicht ganz, denn schon 2003 entwickelte Hon Lik die erste elektronische Zigarette, die auch für den Alltagsgebrauch geeignet war. Seither wird an der ständigen Weiterentwicklung gearbeitet.
Einigkeit herrscht in der Medizin diesbezüglich, dass E-Zigaretten vermutlich weniger gesundheitsschädlich sind als Tabakzigaretten. Sie deshalb als „gesund“ einzustufen, wäre aber falsch. Wer nicht raucht, sollte auch nicht mit Shishas, E-Zigaretten oder anderen Derivaten zur Zigarette beginnen. Für Raucher allerdings kann die E-Zigarette zum Gamechanger werden, wie eine Zusammenfassung von 78 Studien durch die Cochrane Collaboration zeigte. Folgende Ergebnisse gingen hieraus hervor:
- Die E-Zigarette half mehr Rauchern beim Aufhören als klassische Nikotinersatzprodukte.
- Zwischen 9 und 14 von 100 Rauchern hörten für mindestens ein halbes Jahr mit dem Rauchen auf.
- 6 von 100 Rauchern schafften den Absprung mit klassischen Nikotinersatzprodukten.
- Ein radikaler Rauchstopp ohne Hilfsmittel gelang 4 von 100 Personen.
Im Hinblick auf dieses Ergebnis wird klar, dass die Bilanz für die E-Zigarette am besten ausfällt. Allerdings wird auch in dieser Zusammenfassung erneut darauf hingewiesen, dass die Langzeitfolgen noch nicht ausreichend kommuniziert wurden.
Warum E-Zigaretten klassischen Nikotinersatz überholt haben
Ob das tägliche Glas Wein am Abend, die Motorradtour auf der Autobahn oder die E-Zigarette – Im Leben gibt es zahlreiche Risikofaktoren und jeder Mensch muss für sich abwägen, welche Risiken er eingehen kann und möchte. Erstaunlicherweise gehört Rauchen zu den Genussmitteln, die die meisten Menschen nach einer gewissen Zeit wieder loswerden möchten. Der Einstieg erfolgt oft in jungen Jahren, wenn die späteren Folgen noch nicht absehbar sind. Folgeschäden hat Rauchen nicht innerhalb kürzester Zeit, sondern meist erst nach Jahren oder Jahrzehnten.
In der oben zitierten Untersuchung wurde klar, dass die E-Zigarette als Ersatzprodukt populärer und erfolgreicher ist als Nikotinpflaster, Kaugummis und Co. Selbst E-Zigaretten ohne Nikotin hatten eine bessere Erfolgsquote. Dieses Ergebnis könnte den Schluss zulassen, dass ein großer Teil der Sucht nicht auf Nikotin als Suchtmittel entfällt, sondern auf die Gewohnheit. Es gibt spezifische Situationen, in denen Raucher zur Zigarette greifen:
- Nach dem Aufstehen am Morgen
- In stressigen Situationen
- Nach einer großen Mahlzeit
- In geselligen Situationen
- Beim Warten auf den Bus
Das Gehirn gewöhnt sich an typische Mechanismen, der Griff zur Zigarette geht sprichwörtlich ins Blut über. Darauf zu verzichten, verändert den Lebensalltag und zwingt zum Umdenken hinsichtlich eigener Rituale. Ein Nikotinpflaster kompensiert zwar den Nikotinentzug, nicht aber die haptischen Gewohnheiten.
Es ist denkbar, dass die E-Zigarette hier mit ihrer Nutzung punktet. Dampfer konsumieren E-Liquids auf gleiche Weise wie Zigarettenraucher, nämlich per Inhalation. Zwar ist die E-Zigarette nicht „aufgedampft“, so wie eine Zigarette irgendwann am Filter ankommt, sie eignet sich aber zum Aufrechterhalten der Gewohnheiten.
Um wirklich mit dem Rauchen aufzuhören, könnte das den Einstieg ins Nichtraucherleben erleichtern. Da es im Handel nicht nur E-Zigaretten mit hohen Nikotindosen, sondern auch ganz ohne Nikotin gibt, hat der Dampfer die Chance, sich Stück für Stück vom Suchtstoff zu entwöhnen. Jeder Raucher, der seine Lust auf den Glimmstängel aufgeben kann, wirkt damit positiv auf seine Gesundheit ein.
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