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E-Commerce-Standort Frankfurt: Warum Händler ihr Shopsystem auf den Prüfstand stellen

Frankfurt am Main gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands und ist auf dem besten Weg, zu einem der wichtigsten Standorte für den digitalen Handel zu werden. Neben toller Logistikinfrastruktur und Rechenzentren im Umfeld des größten deutschen Finanzplatzes, kommen Online-Händler hier auch in den Genuss einer kaufkräftigen Zielgruppe und einer international orientierten Wirtschaft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Online-Shops und deren Systeme.

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Symbolfoto
Foto: Pexels / Jakob Schlothane

Teurer gewordene Betriebsabläufe, technologische Entwicklungssprünge und sich verändernde Erwartungen der Kunden führen dazu, dass viele Händler ihre bestehenden Shopsysteme hinterfragen und neue Alternativen ins Visier nehmen. Die Wahl des richtigen Shopsystems ist damit für viele Händler nicht mehr nur eine technische, sondern zunehmend auch eine strategische Entscheidung.

Frankfurt als Standortfaktor im E-Commerce

Nach Schätzungen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) liegt der deutsche E-Commerce-Umsatz in 2024 bei rund 88 Mrd. Euro. Einen großen Teil zur digitalen Infrastruktur leisten die Metropolregion Frankfurt Rhein-Main mit der Nähe zum größten deutschen Internetknoten DE-CIX und der Flughafenlogistik. Für Händler bedeutet das kurze Wege bei Fulfillment, Retouren und internationalem Versand. Wer sich von Frankfurt aus aufstellt, hat strukturell gute Chancen zur Skalierung, sieht sich aber auch dem örtlichen Wettbewerb ausgesetzt. Ob und in welchem Maße Wachstumspotenziale tatsächlich genutzt werden können, hängt zu einem großen Teil von der Leistungsfähigkeit des verwendeten Shopsystems ab.

Gründe für die Neubewertung bestehender Systeme

Die meisten Händler haben ihre Shops vor vielen Jahren auf den damals gängigen Systemen aufgebaut. Mit den gesteigerten Anforderungen in Bezug auf Performance, Mobile Commerce, Ladezeiten und Internationalität stoßen die veralteten Installationen mehr und mehr an ihre Grenzen. Auch die Wartung der Software ist zu berücksichtigen. Selbst gehostete Systeme wie Shopware oder Magento erfordern regelmäßige Updates, Sicherheitspatches und eine zeitintensive Serveradministration. Cloudbasierte Systeme versprechen hier geringeren Wartungsaufwand bei schnellerer Time-to-Market.

Die Überlegung, ob man eine Shopware 6 Migration bei Shopify machen sollte, wird häufig dann laut, wenn Händler mehr Zeit und Ressourcen auf Vertrieb und Marketing statt auf technische Betreuung verwenden wollen. Auslöser sind oftmals konkrete Kennzahlen wie hohe Total Cost of Ownership, sinkende Conversion Rates auf mobile Devices oder steigende Anforderungen an internationale Storefronts.

Kriterien für die Systemwahl

Wenn Händler ein Shopsystem bewerten, sollten sie mehrere Faktoren berücksichtigen. Dazu zählen die sogenannt TCO (Total Cost of Ownership) über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren, die Verfügbarkeit von Schnittstellen zu ERP- und PIM-Systemen, die Skalierbarkeit bei Lastspitzen, die DSGVO-Konformität, für Frankfurter Händler mit internationalen Verkauf auch mehrsprachige Frontends, Mehrwährungsfähigkeit, Anbindungen an lokale Paymentprovider und natürlich die Verfügbarkeit ausreichender Anzahl an zertifizierten Agenturen und Entwicklern.

Systeme, die sich einer breiten Community erfreuen und dem Markt gut durchdrungen sind, reduzieren das Risiko, von einzelnen Dienstleistern auf Dauer abhängig zu werden. Zu den prüfbaren Kriterien gehören auch die Roadmap des Herstellers, die Häufigkeit der Sicherheitsupdates sowie Zertifizierungen.

Wie gehe ich beim Plattformwechsel vor?

Ein Systemwechsel ist kein rein technisches Projekt, sondern wirkt sich auf nahezu alle Prozesse in Warenwirtschaft, Marketing, Buchhaltung und Kundenservice aus. Sinnvoll ist es, hier in mehreren Phasen strukturiert vorzugehen. Am Anfang stehen die Analyse der bestehenden Datenstrukturen, Produktkategorien, Kundendaten und historischen Bestellungen. Danach folgt die Konzeption der neuen Informationsarchitektur und dann die Migration in einer Testumgebung. SEO-Aspekte wie 301-Weiterleitungen, URL-Strukturen und die Übernahme von Metadaten müssen frühzeitig eingeplant werden, um Sichtbarkeitsverluste zu vermeiden. Studien von Sistrix und Searchmetrics belegen, dass unsauber durchgeführte Migrationen im Schnitt zu Sichtbarkeitseinbußen von 20 bis 40 Prozent führen können. Ein realistisch kalkulierter Zeitplan muss auch Testphasen für Zahlungsanbieter, Steuerlogik und Versandregeln berücksichtigen.