Düngereinsatz in Hessen 2024 um 20 Prozent niedriger als vor zehn Jahren
Im Jahr 2024 sind in Hessen rund 1,0 Millionen Tonnen Dünger ausgebracht worden. Das waren knapp 1 Prozent weniger als 2023 und 20 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. In diesem Zusammenhang wird hier eine Empfehlung gegeben für ein Buch, das Kinder für die Thematik ökologische Landwirtschaft sensibilisiert.
Während der Einsatz von organischem Dünger gegenüber 2023 um 1 Prozent zunahm, ging der von mineralischem Dünger um 11 Prozent zurück. Der Streusalzgebrauch sank im gleichen Zeitraum um 17 Prozent.
Im Jahr 2024 sind in Hessen knapp 1 Prozent weniger Düngemittel als im Vorjahr verwendet worden. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, belief sich der Verbrauch von Dünger in Hessen im Jahr 2024 auf 1,0 Millionen Tonnen. Damit setzte sich der rückläufige Trend der vergangenen drei Jahre fort. Im Zehnjahresvergleich ist die ausgebrachte Düngermenge um 20 Prozent zurückgegangen. Der verbrauchte Dünger bestand überwiegend aus organischem Dünger wie Gülle oder Kompost.
Leichte Zunahme von organischem Dünger gegenüber 2023 – mineralischer Dünger hingegen rückläufig
Während die Nutzung von organischem Dünger gegenüber dem Jahr 2023 um 1 Prozent leicht zunahm, war der Gebrauch von mineralischem Dünger um 11 Prozent rückläufig.
Der langfristige Rückgang des Düngereinsatzes könnte unter anderem auf technische Fortschritte zurückzuführen sein, die beispielsweise eine gezieltere und geringer dosierte Ausbringung des Düngers ermöglichen. Auch eine verstärkte Beratung zum optimalen Einsatz von Nährstoffen und Düngemitteln in landwirtschaftlichen Betrieben könnte dazu beigetragen haben. Beim mineralischen Dünger könnte zusätzlich die Förderung des ökologischen Landbaus eine Rolle spielen, da dort mineralische Düngemittel weitgehend untersagt sind.
Streusalzverbrauch um 17 Prozent rückläufig
Als weitere Materialabgaben an die Umwelt werden Streusalz, Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Lösungsmittel betrachtet: Gegenüber 2023 fiel der Verbrauch von Streusalz im Jahr 2024 um 17 Prozent geringer aus. Bei der ausgebrachten Saatgutmenge gab es einen Rückgang um 3 Prozent, während der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln unverändert blieb. Die Verwendung von Lösungsmitteln nahm leicht um knapp 1 Prozent zu.
Hessen beim Düngereinsatz im Ländervergleich auf Platz 9
Über alle Bundesländer hinweg betrug der Gebrauch von Dünger, Pflanzenschutzmitteln, Saatgut, Streusalz und Lösungsmitteln im Jahr 2024 insgesamt 32,2 Millionen Tonnen. Die Werte reichten von circa 6,7 Millionen Tonnen in Bayern bis jeweils rund 0,1 Millionen Tonnen in Bremen, Hamburg, Berlin und dem Saarland. Die Höhe dieses Verbrauchs wird wesentlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten bestimmt, insbesondere durch das Ausbringen von Dünger.
Der Verbrauch von organischem und mineralischem Dünger belief sich in den Bundesländern 2024 zusammengenommen auf 25,2 Millionen Tonnen und machte damit 78 Prozent der an die Umwelt abgegebenen Materialien aus. Er wurde maßgeblich durch die drei Bundesländer Niedersachsen mit 5,4 Millionen Tonnen, Bayern mit 5,3 Millionen Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 3,5 Millionen Tonnen geprägt. Zusammen brachten sie mehr als die Hälfte der Düngermenge aus. Hessen landete mit 1,0 Millionen Tonnen im Länderranking auf Platz 9.
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Hinweise:
Die Daten stammen aus den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder. Diese dokumentieren Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, privaten Haushalten und Umwelt auf Ebene der Bundesländer. Die Inanspruchnahme der Umwelt wird in verschiedenen Bereichen abgebildet; darunter fällt der in dieser Pressemitteilung behandelte dissipative Gebrauch von Produkten.
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