Drittes Foodtura Festival in Frankfurt eröffnet
50 Veranstaltungen bis 27. September / Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche
Zehn Tage lang dreht sich in Frankfurt alles rund um nachhaltige Ernährung: Bis zum 27. September zeigen 50 Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet und in der Region, wie die Ernährung der Zukunft aussehen und schmecken kann. Das Programm reicht von Workshops, Tastings und kreativen Genussmomenten über Mitmachaktionen für Familien und Bildungsangebote für Schulen bis hin zu Fachformaten für die Gastronomie.
Ein Höhepunkt für die Gastro-Branche ist die Foodtura Gastro Con am 21. September, die Fachkonferenz für die Individualgastronomie. Veranstalter des Foodtura Festivals sind Klimagourmet und die Initiative Gastronomie Frankfurt e. V. (IGF), unterstützt durch die Stabsstelle Stadtmarketing. Das vollständige Programm ist unter www.foodtura-festival.de abrufbar.
Eduard M. Singer, Leiter Stabsstelle Stadtmarketing, betont: „Das Foodtura Festival zeigt, was Frankfurt am Main als urbane Genussstadt ausmacht: Vielfalt, Kreativität und Menschen, die ihre Stadt gestalten. Das Festival bringt nachhaltige Ernährung dorthin, wo das Leben in Frankfurt stattfindet – in unsere Restaurants, Quartiere, Höfe und Kulturorte – sichtbar und erlebbar für alle. Gleichzeitig strahlt Foodtura über die Stadtgrenzen hinaus und verbindet Frankfurt mit den Akteuren der Metropolregion FrankfurtRheinMain. So entstehen neue Begegnungen, Impulse und kulinarische Erlebnisse. Foodtura macht sichtbar, wie eng Genuss, Innovation, Nachhaltigkeit und urbanes Leben in Frankfurt am Main zusammengehören – und stärkt damit die Wahrnehmung unserer Stadt als lebendigen und zukunftsorientierten Standort.“
Vielfältige Erlebnisse quer durch die Stadt
Zehn Tage gestalten engagierte Macher, Erzeuger, Gastronomie und Betriebe, Initiativen und Institutionen das abwechslungsreiche Programm. Die sogenannten City Experiences bilden den Kern des Festivals: dezentrale Veranstaltungsformate im gesamten Stadtgebiet und der Region. Von Workshops über Führungen, Vorträge und Mitmachaktionen bis hin zu kulinarischen Formaten wie Tastings, Kochkursen oder besonderen Dinner-Abenden.
So entstehen Erlebnisse, die es nur während des Festivals zu entdecken gibt. Dazu gehört zum Beispiel der Backkurs von Cucina069 am 27. September: „You and I eat the same – In 80 Fladenbroten um die Welt“. Ob italienische Piadina, indische Naan, türkischer Lahmacun – die Teilnehmer kneten, formen und backen gemeinsam in der Pfanne und im Ofen und entdecken dabei die Traditionen und die Kultur, die hinter dieser ältesten Brotform der Menschheit stecken. Wer erfahren möchte, wie Ernährung die Biodiversität weltweit beeinflusst, unternimmt am 23. September mit Gabriela Rabeschini vom Senckenberg Synthesis und Solutions Lab einen Streifzug durch das Senckenberg Museum.
Auch darüber hinaus zeigt sich die Bandbreite der City Experiences: Das Restaurant Tonka serviert am 26. September gemeinsam mit der Kooperative ein zehngängiges Farm-to-Table-Dinner, während Bionales am 24. September mit „Heldenbohne x Freitagsküche" ein Fine-Dining-Menü mit hessischen Hülsenfrüchten präsentiert. Slow Food Frankfurt lädt vom 22. bis 24. September gleich dreifach ins Paulinum an der Friedberger Warte ein: zu Kochworkshop, Olivenölverkostung und Pasta-Workshop. Wer sich fürs Fermentieren begeistert, wird ebenfalls fündig: Wasserkefir-Workshops (24. September) von A Pinch of Salt oder am 25. September mit Frajda Pierogi aus altem Brot Kwas ansetzen, einen traditionellen osteuropäischen Brottrunk.
Foodtura Gastro Con – eintägige Fachkonferenz für Individualgastronomie
Wichtiger Bestandteil des Festivals ist erneut die Foodtura Gastro Con, die sich als Zukunftsforum und Denkraum an die Individualgastronomie richtet. Die Fachkonferenz am 21. September im Upper East Site greift die aktuelle Situation der inhabergeführten Betriebe auf. Das gesamte Programm rund um die Schwerpunkthemen Digitalisierung, Unternehmenskultur und Placemaking ist online einsehbar unter https://foodtura-festival.de/gastro-con-programm/
Neben reichweitenstarken Speakern wie Gastroflüsterer Kemal Üres, Sustainabilty Ninja Dan Anthes, Koro-Gründerin Michelle Calios und Jan Scheidsteger haben sich viele spannende Gäste aus München, Hamburg, Berlin, Konstanz und Köln angemeldet. Darunter Martina Vogl, Balázs Tarsoly, Teresa Katz und Patrick Rüther. Dazu kommen lokale Gastro Heldinnen und Helden, wie z.B. Anton de Bruyn, Jalalle Chahboune, Tim Plasse und Luel Mulugeta.
Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche
Drei Bildungsangebote für Schulen und Kitas ergänzen das Festival-Programm. Sie können auf Anfrage gebucht werden. Beim Workshop „Apfelpicknick und Apfelstoffdruck“ in Ginnheim lernen Kindergarten und Grundschulkinder spielerisch mehr über Äpfel, regionale Lebensmittel und Nachhaltigkeit. Ebenfalls in Ginnheim können sich Kinder auf die „Suche nach dem Apfelbaum“ begeben: Wo versteckt sich der nächste Apfelbaum? Wie unterscheidet man einen Apfelbaum von einer Eiche oder Kirschbaum? Die Kinder erkunden die Nachbarschaft, den Niddapark oder Urban-Gardening-Projekte. In der Lernwerksatt Heldenbohne dreht sich alles um Hülsenfrüchte: An einem Unterrichtsvormittag gehen Schülerinnen und Schüler der siebten bis zehnten Klasse vielfältigen Fragen zum Thema klimafreundliche, gesunde Ernährung nach und reflektieren Verhaltensmuster in Einkauf und Konsum, Auswirkungen von Essgewohnheiten auf Ökologie und Klima sowie Möglichkeiten individueller Entscheidungen und gesellschaftlicher Teilhabe.
Ein Sonntag für die ganze Familie
Zum Abschluss des Foodtura-Festivals lädt der Familiensonntag am 27. September dazu ein, auf der Frankfurter Cityfarm in Frankfurt-Oberrad unterschiedliche Formate rund ums Ausprobieren und Genießen zu entdecken: mit interaktiven Bildungsangeboten, Mitmach- und Probierständen, einer Schnippelparty, einem Tomatendschungel und kulturellen Beiträgen.
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