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Letzte Aktualisierung: 18.02.2020

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Dritte Wiederaufnahme von CARMEN an der Oper Frankfurt

Opéra comique in drei Akten von Georges Bizet

von Ilse Romahn

(21.01.2020) Carmen von Georges Bizet (1838-1875) in der Sicht von Barrie Kosky, seit 2012/13 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, gehörte zu den Höhepunkten der Spielzeit 2015/16.

Bildergalerie
Paula Murrihy als Carmen
Foto: Monika Rittershaus
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Carmen-Szenenfoto Paula Murrihy
Foto: Monika Rittershaus
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Dargeboten in einer von Kosky, dem Dirigenten der Premierenserie Constantinos Carydis sowie dem Herausgeber der kritischen Ausgabe, Michael Rot, eigens für die Oper Frankfurt erstellten Fassung, die Elemente der „großen Oper" mit denen des Varieté und der Revue im Geiste Offenbachs kombiniert und zudem mit atemberaubenden Tanzszenen anreichert, riss die Inszenierung das Publikum förmlich von den Sitzen. Viele, die das populäre Werk gut zu kennen glaubten, sahen es plötzlich in völlig neuem Licht. Auch die Pressevertreter waren begeistert, was sich nach der Premiere am 5. Juni 2016 in Kritiken mit Schlagworten wie „kultverdächtig" (www.musik-heute.de), „brillant und böse" (Der Tagesspiegel), „Weltklasseproduktion" (Rhein-Zeitung) und „Höhepunkt der Saison" (www.concerti.de) entlud.

Zum Inhalt: Der pflichtbewusste Sergeant Don José verliebt sich in die verführerische Carmen, Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik. Ihr zuliebe desertiert er von der Armee und schließt sich – entgegen den Bitten seiner Jugendliebe Micaëla, mit ihr in sein Dorf zurückzukehren – einer Schmugglerbande an. Angewidert von seiner schon bald aufflammenden Eifersucht wendet sich Carmen dem Torero Escamillo zu und gibt dem verzweifelten José den Laufpass. Zutiefst gekränkt sucht dieser eine letzte Aussprache, doch von Carmens Beharren auf ihre Freiheit provoziert ersticht er die Geliebte.

Für die dritte Wiederaufnahme dieser Erfolgsproduktion, welche auch leihweise u.a. am Royal Opera House in London zu sehen war, kehrt der Schweizer Dirigent Stefan Blunier zurück ans Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, das für zwei Vorstellungen Kapellmeister Nikolai Petersen übernimmt (28. Februar und 7. März 2020). Der französische Tenor Jean-François Borras gibt als Don José sein Frankfurt-Debüt und wechselt sich mit seinem italienischen Fachkollegen Giorgio Berrugi ab. Seit 2018/19 ist Julia Moorman (Micaëla) Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Bariton Gordon Bintner (Escamillo), seit 2016/17 im Ensemble, stammt aus Kanada. Auch die neuen Ensemblemitglieder Liviu Holender (Moralès / Dancaïro) und Bianca Andrew (Mercédès) sowie Opernstudio-Stipendiat Michael Petruccelli (Remendado) steigen erstmals in die Produktion ein, mit der – angeführt von Paula Murrihy im Wechsel mit Tanja Ariane Baumgartner als Carmen – alle übrigen besetzten ehemaligen wie aktuellen Ensemblemitglieder bereits vertraut sind.

Wiederaufnahme: Freitag, 31. Januar 2020, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 5., 7., 15., 22., 28. Februar, 7. (Oper für Familien; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal rei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 8 Jahren) März 2020, jeweils um 19.00 Uhr

Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf (069)21249494 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

(Mit freundlicher Unterstützung der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach)