Dr. Dietmut Thilenius trägt sich ins Goldene Buch Bad Sodens ein
„Das ist ein schöner und wichtiger Tag für mich“, sagte Dr. Dietmut Thilenius, nachdem sie sich ins Goldene Buch von Bad Soden am Taunus eingetragen hatte. Über Jahrzehnte hat sich die Ehrenbürgerin der Stadt bürgerschaftlich und ehrenamtlich in vielen Bereichen engagiert.
Foto: Stadt Bad Soden
Bereits im Jahr 2022 hat die Stadt Bad Soden am Taunus der Ärztin für ihren Einsatz für den Erhalt und die Pflege der Heilquellen sowie ihr großes vorbildliches sozial-christliches Wirken die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Pogromnacht erlebt
Die heute 94-Jährige erkannte früh die Wirkung der Bad Sodener Heilquellen und gab eigene Publikationen dazu heraus. Was für ihren weiteren Lebensweg sehr entscheidend war: Als Siebenjährige hatte sie die Reichspogromnacht miterlebt. Als Erwachsene trat sie dann vehement für die Aussöhnung mit den Opfern des Nationalsozialismus ein. Das bewog sie auch dazu, 30 Jahre lang im Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis mitzuarbeiten und die Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine in Bad Soden mitzugründen. Viele Jahre führte sich auch unzählige Gruppen auf dem Jüdischen Friedhof.
Daneben lag ihr auch die Entwicklung „ihrer“ Stadt Bad Soden am Taunus am Herzen. So fungierte sie als Sprecherin einer Bürgerinitiative für eine verkleinerte Version des Baukörpers an Stelle des abgerissenen Kurhauses, wo sich heute das H+ Hotel befindet.
Verdiente Ehrung
Außerordentlich groß war ihre Hilfsbereitschaft, zum Beispiel für die Obdachlosenambulanz der Caritas in Frankfurt. Außerdem setzte sie sich für den Einbau von Induktionsschleifen in öffentlichen Gebäuden für hörgeschädigte Menschen ein. Zudem war sie aktives Mitglied der Bad Sodener Evangelischen Kirchengemeinde und im Kirchenvorstand.
Bürgermeister Dr. Frank Blasch und Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt waren bei der kleinen Feierstunde sehr erfreut, dass die bescheidene Seniorin, die erst kürzlich ins Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth gezogen ist, angesichts ihres Lebenswerks mit dem Eintrag ins Goldene Buch eine weitere verdiente Ehrung erfuhr.