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Dokumentartheater „Frauen im Dunkeln“ erzählt vom Alltag im Krieg in Kyjiw

Ringtanz präsentiert am Samstag, 29. August 2026, um 20 Uhr die Produktion „Frauen im Dunkeln“, ein bewegendes Dokumentartheaterstück über das Leben von Frauen im Kriegswinter 2022/23 in Kyjiw. Die Aufführung dauert 70 Minuten. Karten sind zum Preis von 16 Euro, ermäßigt 12 Euro bzw. 8 Euro erhältlich.

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Frauen im Dunkeln
Foto: Gallus Theater

Basierend auf den persönlichen Berichten von siebzehn Frauen verdichtet „Frauen im Dunkeln“ die Erfahrungen einer Freundesgruppe in der ukrainischen Hauptstadt während der Monate der russischen Angriffe, der Stromausfälle und des harten Winters. Die Autorinnen Iryna Serebriakova und Masha Denisova dokumentierten über mehrere Monate hinweg Gespräche mit ihrem Freundeskreis und schufen daraus ein eindringliches Panorama des Alltags im Krieg.

Die Geschichten erzählen von Angst, Unsicherheit und existenziellen Herausforderungen, aber auch von Humor, Widerstandskraft und solidarischem Zusammenhalt. Eine Frau begegnet während eines nächtlichen Stromausfalls auf dem dunklen Treppenhaus einem pensionierten KGB-Major, eine Mutter informiert sich vor dem Spielplatzbesuch über aktuelle Raketenangriffe, eine andere hofft an der Bushaltestelle auf die Ankunft eines UFOs. Aus diesen Momentaufnahmen entsteht das vielstimmige Porträt einer Stadt unter Beschuss.

Auf der Bühne stehen die Schauspielerinnen Tanya Kargaeva, Edda Lina Janz und Mariia Riaboshapka. Sie spielen auf Deutsch, Ukrainisch und Englisch. Die Musikerin Niki Yaghmaee begleitet die Inszenierung live mit Violine und Sounddesign. Teilübersetzungen erleichtern dabei das Verständnis für das Publikum.

Die Regie und das Bühnenbild verantwortet Satchel Reemtsma, die Kostüme stammen von Lenna Stam. Die Produktion verbindet dokumentarische Authentizität mit eindrucksvollen szenischen und musikalischen Elementen.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schrieb nach der Uraufführung: „Dem Zuschauer bleiben Fragmente aufblitzender Aggression, Verzweiflung und Träume sorglosen Genießens im Kopf.“

Die Veranstaltung ist Teil der „Tage des Exils“ (20. August bis 6. September 2026), einer Initiative der Körber-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

Termin: Samstag, 29. August 2026, 20 Uhr
Dauer: 70 Minuten
Eintritt: 16 / 12 / 8 Euro

Mitwirkende:
Schauspielerinnen: Tanya Kargaeva, Edda Lina Janz, Mariia Riaboshapka
Regie und Bühne: Satchel Reemtsma
Autorinnen: Iryna Serebriakova, Masha Denisova
Kostüme: Lenna Stam
Musik: Niki Yaghmaee
Produktionsassistenz: Ida Hupfauer
Fotos: Sherif Almasry, Satchel Reemtsma
Grafikdesign und Poster: Shirin Sheybanizadeh

Gallus Theater
Kleyerstr. 15
60326 Frankfurt
Tel 069-758060-20
www.gallustheater.de