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Letzte Aktualisierung: 16.08.2022

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Diskutierte Verkaufserlaubnis für Frankfurter Anbieter von Cannabis

von Bernd Bauschmann

(25.07.2022) Frankfurt möchte sofort nach Legalisierung von Cannabis Vorreiter werden. Dafür sollen Verkaufsstellen ins Stadtbild integriert werden. Die Diskussion um den schmalen Grat zwischen medizinischem und berauschendem Haschkonsum heizt inzwischen weiter alle Gemüter auf.

Foto: Pixabay / noexcusesradio
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Erlaubnis mit Kontrolle für stationäre Verkaufsstellen in Frankfurt
Für die Kontrolle gibt es den guten Grund, damit heimlichen Verkauf von THC-haltigem Hasch zu unterbinden. Mengenmäßig müssen sich die zugelassenen Verkaufsstellen streng nach den Vorgaben der Kommune und der deutschen Legalisierungsgesetze richten. Für Dealer derzeit illegaler Abgabemengen würde damit ein guter Prozentsatz des lukrativen Drogenmarktes wegfallen. Möglicherweise sind bei der Zulassung von Verkaufsstellen Angriffe auf die Betreiber und erheblicher Widerstand aus der illegalen Frankfurter Drogenszene zu befürchten.

Cannabis und Hanfprodukte legal in der Online Apotheke erhältlich
Online ist eine Kontrolle von Abgabemengen nur über buchhalterische Dokumentation möglich. Streng reguliert sind dafür erlaubte Nahrungsergänzungsmittel mit Cannabis sowie Hanfprodukte für den privaten Gebrauch, beispielsweise in Online Apotheken wie https://www.sanicare.de. Erst mit der Etablierung einer illegalen Drogenszene wurde Hanf zur Kultpflanze wegen ihrer psychoaktiven Substanzen. Ihre Verwendung für viele nützliche Dinge des Alltags geriet darüber beinahe in Vergessenheit.

Medizinisches Cannabis immer noch diskutiert
Es liegt nun einmal in der Natur dieser Pflanze, dass auch nicht berauschende Hanfsorten 0,1 bis 0,2 Prozent THC enthalten können. Aktuelle Diskussionen in Politik und Gesellschaft stellen immer noch infrage, ob es da einen Unterschied zur rein besänftigenden Wirkung von CBD gibt. Auch wird aus Unwissenheit häufig nicht unterschieden, ob Konsumenten einfach entspannen und zur Ruhe kommen möchten oder absichtlich den Rausch von THC suchen.

Vernünftige Selbstkontrolle von Cannabis in Tabakshops
Eine grundsätzliche Erlaubnis für den Verkauf von Cannabis im Sortiment von Tabakshops gibt es auch im Internet nur für solche Läden, die sich einer nachvollziehbaren Selbstkontrolle unterziehen. Sie sind ein wichtiger, erster Schritt in Richtung Legalisierung. Denn wenn sie keine schwarzen Schafe sind und verantwortlich mit Tabak aus medizinischem Hanf umgehen, könnte es künftig auch in jedem Onlineshop für E-Zigaretten und Shisha-Tabak eine staatliche Verkaufserlaubnis geben. Bis es so weit ist, haben die Diskussionen leider eine negative Nebenwirkung. Solange Cannabis halb legal ist, lässt es sich lukrativ auch halb illegal in dunklen Frankfurter Ecken dealen.

Legalisierung als Killer des Interesses
Dealer sind magnetische Anlaufstellen für diejenigen, die sich Cannabis berauschen möchten. Sie sehen keinen Unterschied darin, ob sie es nun offiziell im Laden oder wie gewohnt heimlich in der nächsten Frankfurter Bahnhofsecke besorgen. Diejenigen, die daran prächtig verdienen, könnten demnächst lange mit leeren Taschen auf ihre Abnehmer warten. Die wandern möglicherweise zu spannenderen, weil verbotenen Drogen ab. Generell wird auch eine Verkaufserlaubnis für stationäre Läden in Frankfurt nichts an den Kontroversen um Cannabis/Hanf und THC/CBD ändern. Auch bei dieser Pflanze bleiben die Ansichten über Kräuter und Natur so vielfältig wie der überlieferte Volksglaube auf allen Kontinenten.

Fazit:
Mögliche Läden in Frankfurt für die künftige Verkaufserlaubnis für Cannabis und Hanfprodukte sind solche mit strenger behördlicher Kontrolle und verantwortungsbewusster Selbstkontrolle. Möglich wird eine Erlaubnis erst mit der kompletten Legalisierung des Konsums und Besitzes von CBD. Vorläufig gehen dazu die Meinungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen noch so weit auseinander wie das genaue Wissen um Nutzen und Risiken der Einnahme.