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Letzte Aktualisierung: 01.03.2024

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Digitalministerin überreicht knapp 80.000 Euro

von Helmut Poppe

(09.03.2023) Um die digitale Infrastruktur an den Schulen zu verbessern, gibt es den DigitalPakt Schule. Bund, Land und Schulträger stellen insgesamt rund 500 Millionen Euro zur Verfügung, um die bildungsbezogene Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung in den Schulen zu fördern. Davon profitieren auch die Ersatzschulträger wie die Kids Camp – Bilinguale Grundschule im nahen Königstein.

„Investition in die digitale Zukunft der Schulen“

Digitalministerin überreicht knapp 80.000 Euro aus DigitalPakt Schule an Kids Camp – Bilinguale Grundschule Königstein

 

 

Die Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat sich vor Ort über den Einsatz digitaler Technologien an der Schule informiert und die Förderzusagen für bereits bewilligte Maßnahmen in Höhe von knapp 80.000 Euro an die geschäftsführende Gesellschafterin der Kids Camp gemeinnützige GmbH, Dr. Martina Dorner, überreicht.

„Das Geld ist eine Investition in die Zukunft: in die unserer Kinder und in die Digitalisierung Hessens. Nicht nur die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist. Sondern die gesamte Gesellschaft wird stets digitaler, egal ob im privaten oder beruflichen Umfeld. Die Schulen müssen daher in der Lage sein, mit modernen Methoden zu unterrichten“, sagte die Ministerin. Sie verwies zudem darauf, dass die Schule bereits gigabitfähig angeschlossen ist und für 2023 eine Erweiterung auf einen Glasfaseranschluss vorgesehen ist. „Eine Anbindung ans schnelle Internet ist die Basis, um vollumfänglich die Vorteile der Digitalisierung nutzen zu können. Deshalb habe ich den Schulen seit meinem Amtsantritt höchste Priorität eingeräumt – mit Erfolg. Mit Stand Ende 2022 verfügen 91 Prozent der 2.010 Schulen in Hessen über einen gigabitfähigen Anschluss“, unterstrich Sinemus. Im Hochtaunuskreis sind mehr als 84 Prozent der 71 Einrichtungen gigabitfähig angebunden. „Wir nehmen bundesweit eine echte Vorreiterrolle ein. Es gibt bei den Schulen noch einige Nachzügler, da durch fehlende Personal- oder Baukapazitäten und wegen der Coronapandemie sich der ein oder andere Anschluss verzögert hat. Aber im Grunde lässt sich festhalten, jede Schule, die angeschlossen werden wollte, kommt auch ans Netz. Denn nahezu alle der noch nicht angebundenen Schulen sind bereits projektiert und der Ausbau ist im Gange oder folgt“, sagte die Ministerin.

Ein schnelles Netz erfordert auch innerhalb der Gebäude eine entsprechende Infrastruktur. Deshalb will die bilinguale Grundschule in Königstein mit dem Geld aus dem DigitalPakt Schule die digitale Infrastruktur durch die Modernisierung des Schulservers verbessern. Zudem sollen acht digitale Tafeln für alle Klassenräume samt Endgeräten zur Steuerung angeschafft und sieben veraltete digitale Whiteboards ausgetauscht werden. 28 Tablets sollen im Unterricht zur Förderung der Medienkompetenz eingesetzt werden.

„Es war immer unser Bestreben, an unserer Schule weltoffen und fortschrittlich zu arbeiten. Elektronische Tafeln, PC-Unterricht ab der 1. Jahrgangsstufe und individualisierte iPads für jeden Schüler und jede Schülerin gehören zu unseren Standards. Mit Corona und dem dadurch bedingten Distanz- und Hybridunterricht gab es noch einmal einen Schub in der digitalen Entwicklung bei uns. Die Digitalisierung ist auch nach Corona in jedem Unterrichtsfach präsent“, sagte Dr. Martina Dorner. „Digitalisierung bedeutet jedoch nicht nur die Anschaffung und Nutzung einer adäquaten technischen Ausstattung als unterstützendes Lernwerkzeug im Unterricht. Ein weiterer wichtiger Baustein, der ebenfalls stetig im Blick behalten werden muss, ist die Vermittlung und Stärkung der Medienkompetenz der Kinder und auch der Eltern. Nur so kann die Digitalisierung einen guten Verlauf nehmen. Wir freuen uns deshalb über die Förderung durch das Land. Sie wird uns helfen, den digitalen Weg technisch, methodisch und didaktisch effektiv und erfolgreich weiterzugehen.“

Zum Hintergrund

Der DigitalPakt Schule ist eine gemeinsame Anstrengung von Bund, Land und Schulträgern. Rund 500 Millionen Euro können durch das Landesprogramm „Digitale Schule Hessen“ investiert werden. Neben Bundesmitteln in Höhe von 372 Millionen Euro (75 Prozent) haben die Hessische Landesregierung und die Schulträger 124 Millionen Euro (25 Prozent) zur Verfügung gestellt. Mit dem DigitalPakt, der in Hessen als Baustein des Landesprogramms „Digitale Schule Hessen“ umgesetzt wird, werden Investitionen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur wie die Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung von Schulen gefördert.

„Als Land Hessen ist es uns wichtig, dass auch die Schulen in freier Trägerschaft vom DigitalPakt Schule profitieren. Denn sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Schullandschaft“, sagte Ministerin Sinemus. Noch in diesem Jahr soll das parlamentarische Verfahren für den neuen Gesetzentwurf zur Ersatzschulfinanzierung starten. Geplant ist, dass die Finanzierung der Ersatzschulen ab 1. Januar 2024 neu geregelt wird und somit an die aktuellen Kostenentwicklungen angepasst wird.