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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Digitalisierung macht die Stadt lebenswerter

Stadtrat Schneider spricht bei erstmals ausgerichteter ‚European Digital Week‘

von Ilse Romahn

(12.11.2019) Die weitere Digitalisierung der Stadtverwaltung hat der für IT zuständige Stadtrat Jan Schneider bei der „European Digital Week“ angekündigt.

Jan Schneider spricht bei der „European Digital Week“
Foto: Stadt Frankfurt / Jens Braune del Angel
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„Wir werden in Kürze einen ersten Entwurf für eine umfassende Digitalisierungsstrategie haben“, sagte er bei dem von der Stadt Frankfurt unterstützten Thementag „Digital Society/Smart City“. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck“, betonte Schneider. „Unser Ziel ist es, durch den Einsatz neuer Technologien einen konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und die Stadt lebenswerter zu machen.“

Am vierten Tag des von der Maleki Corporate Group ausgerichteten Kongresses tauschten sich Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung in der Industrie- und Handelskammer über die „intelligente Stadt von morgen“ aus. Eine besondere Herausforderung stellt dabei das Onlinezugangsgesetz dar, das Bund, Länder und Gemeinden dazu verpflichtet, ihre Verwaltungsdienstleistungen bis Ende 2022 auch digital anzubieten. Bei der Stadt Frankfurt sind insgesamt über 500 Dienstleistungen betroffen. Stadtrat Schneider kündigte für die Stadt Frankfurt ein dreistufiges Vorgehen an. „30 viel genutzte Dienstleistungen werden wir vollständig digitalisieren.“ Vorbild ist dabei die Online-Beantragung des Bewohnerparkausweises, bei dem der gesamte Prozess von der Beantragung, über die Bezahlung bis zum Erhalt des zu Hause ausdruckbaren Ausweises per E-Mail vollständig digital abläuft. „Das ist nicht nur eine Erleichterung für die Bürgerinnen und Bürger, sondern entlastet auch die Verwaltung.“ Für weitere 60 bis 70 Dienstleistungen sind digitale Antragsformulare vorgesehen. Bei den übrigen, wenig genutzten Dienstleistungen werden ausfüllbare PDF-Formulare bereitgestellt.

Während der Veranstaltung wurde deutlich, dass es für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes noch einige Hürden, wie eine in sich nicht schlüssige Gesetzgebung oder Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit der verschiedenen föderalen Ebenen zu überwinden gibt.

Bei der Premiere der „European Digital Week“ nahmen rund 100 Sprecher aus verschiedenen Branchen an fünf Tagen eine umfassende Standortbestimmung zur Digitalisierung vor. Die Stadt Frankfurt unterstützte den Thementag „Digital Society/Smart City“ als Partner. „Ich freue mich, dass bereits die erste Auflage dieser neuen Veranstaltungsreihe auf großes Interesse stieß“, sagte Schneider. „Der Gründer, Dr. Nader Maleki, hat das richtige Gespür für Zukunftsthemen bewiesen. Ich begrüße den Austausch von hochrangigen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ausdrücklich und wünsche mir, dass der Kongress zu einem regelmäßigen Termin in Frankfurt wird.“ (ffm)