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Letzte Aktualisierung: 16.04.2021

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Digitalisierung im Institut für Stadtgeschichte beschleunigt

Fördermittel für Großformatscanner eingeworben

von Ilse Romahn

(04.03.2021) Das Institut für Stadtgeschichte hat erfolgreich Mittel für einen neuen Großformatscanner eingeworben, der die laufenden Digitalisierungsprojekte des Instituts beschleunigen und den öffentlichen Zugang zu den umfangreichen Angeboten und Beständen weiter verbessern wird.

Das Geld stammt aus der Fördermaßnahme „WissensWandel. Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive innerhalb von Neustart Kultur“ des Deutschen Bibliotheksverbandes als Teil des Programms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Als Kommunalarchiv und eine der ältesten Kultureinrichtungen der Stadt Frankfurt übernimmt, bewertet und erschließt das Institut für Stadtgeschichte historische und rechtlich bedeutsame Unterlagen der städtischen Ämter und sammelt darüber hinaus systematisch Nachlässe, Karten, Pläne und Zeitungsausschnitte sowie Zeugnisse Frankfurter Vereine und Firmen. Ziel der Archivarinnen und Archivare ist es, die wesentlichen Entwicklungen und Themen aus allen Bereichen des städtischen Lebens, also aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Sozialem, abzubilden. Das Institut für Stadtgeschichte prägt so die Forschungsmöglichkeiten für die Zukunft und übt eine wichtige Informationsfunktion innerhalb der Stadtgesellschaft aus.

„Ich freue mich sehr, dass es dem Institut für Stadtgeschichte gelungen ist, in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen zu werden und damit die schon sehr erfolgreiche, langjährig verfolgte Digitalisierungsstrategie des Hauses technisch voranzutreiben. Das Institut für Stadtgeschichte als eines der bedeutendsten Kommunalarchive Deutschlands ermöglicht mit seinen Digitalisierungsvorhaben einen breiten, dialogorientierten Zugang unterschiedlichster Gesellschaftsgruppen“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Das Kulturdezernat wird die bewilligte Fördersumme aufstocken, um einen Scanner auf aktuell höchstem technischem Niveau und mit bestmöglicher Auflösung anschaffen zu können.“

Die Digitalisierung ist für die Archivdirektorin und stellvertretende Leiterin des Instituts, Alexandra Lutz, ein Kernanliegen: „Zu den zentralen Angeboten des Instituts für Stadtgeschichte zählt die Schaffung bequemer Recherchemöglichkeiten für unsere Archivnutzerinnen und -nutzer – bei mehr als 25 Kilometern Aktenüberlieferung und 2,5 Millionen Fotos unabdingbar.“ Neben den Recherchemöglichkeiten stellt das Institut daher auch Archivgut selbst, also digitalisierte Urkunden, Akten, Fotos oder Karten online zur Verfügung. „Zudem müssen wir aufgrund unseres gesetzlichen Auftrags dazu in der Lage sein, die Digitalisierungswünsche der Archivnutzerinnen und Archivnutzer zeitnah und professionell umzusetzen“, betont Lutz die Bedeutung der Neuanschaffung.

Die hauseigene Fotostelle erstellt im Monat nicht nur 10.000 Scans für die laufenden Digitalisierungsprojekte, sondern auch 700 Scans im Rahmen von Nutzeraufträgen von städtischen Ämtern und Behörden, Architektinnen und Architekten, Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Privatpersonen.

„Mit dem neuen Großformatscanner kann auch besonders fragiles großformatiges Archivgut eingescannt werden wie Baupläne, Karten der Stadt, Plakate und großformatige Fotografien. Während die Nutzung der Großformate bislang stets vor Ort und am Original erfolgen muss, wäre zukünftig eine digitale Einsicht am Rechner möglich – ein unschätzbarer Gewinn für unsere Nutzerinnen und Nutzer“, beschreibt Kristina Odenweller, Leiterin der Abteilung Sammlungen im Institut für Stadtgeschichte, den langfristigen Nutzen des neuen Großformatscanners. Dieser ersetzt den technisch überholten Scanner in der Fotostelle des Instituts und bildet so einen wichtigen Baustein in der umfassenden Digitalisierungsstrategie des Instituts für Stadtgeschichte. (ffm)