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Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

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Diese Stadien muss man gesehen haben

von Bernd Bauschmann

(22.05.2020) Immer mehr Menschen entdecken Deutschland als Reiseziel. Das trifft nicht nur auf Touristen aus dem Ausland zu, denn auch immer mehr Deutsche schätzen einen Ausflug im eigenen Land. Sei es in die Küstenregion im Norden oder ins Alpenvorland in den Süden.

Bildergalerie
Das Berliner Olympiastadion
Foto: Pixabay / scholty1970
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Der Fußball-Tempel in Hamburg - St. Pauli
Foto: Pixabay / falco
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Für Sportfans hat die Bundesrepublik ebenfalls einiges zu bieten. Einige Stadien und Veranstaltungsstätte sollte man zumindest einmal besucht haben.

Berlin, eine Weltstadt mit Kultur und Tradition
Als erste Anlaufstelle muss natürlich die Bundeshauptstadt gelten. In Berlin sind zahlreiche Profivereine beheimatet. Darunter Hertha BSC, der 1. FC Union, die Eisbären oder ALBA Berlin. Die Heimstätte der Hertha ist das Olympiastadion im Ortsteil Westend. Das Stadion wurde, wie der Name schon sagt, für die Olympischen Spiele 1936 errichtet. Es bot damals Platz für 100.000 Zuschauer. Heute sind bei Spielen der Hertha 74.475 Sitzplätze verfügbar. Die Arena war neben den Sommerspielen 1936 auch Austragungsort für die WM 1974 und 2006. Zudem wurde das Champions-League-Finale 2015 in Berlin abgehalten und selbst Spiele der Euro 2024 sollen in der Kultstätte stattfinden. Seit Neuestem lässt sich das Dach der Arena sogar beleuchten.

Fußballromantiker, die es  nicht ganz so glamourös wollen, sind dagegen an der Alten Försterei von Ligarivale Union gut aufgehoben. Die Arena an der Wuhlheide wurde sogar schon 1920 erbaut und seitdem immer wieder renoviert und erweitert. Derzeit bietet es Platz für knapp über 22.000 Zuschauer. Damit ist es das größte reine Fußballstadion in Berlin. Da ist Fußball wirklich noch Fußball. Kein Vergleich zu den modernen Arenen in Dortmund, Schalke oder München.

Die Arenen der Spitzenklubs
Dennoch ist auch die bayrische Landeshauptstadt München eine Reise wert. Schließlich ist die Allianz Arena eines der schönsten Stadien in ganz Europa. Die beleuchteten Luftkissen geben dem Fußballtempel einen ganz besonderen Touch. In der Arena macht sowohl das Trainieren als auch das Zuschauen und Jubeln Spaß. Auch dieses Jahr ist das Spitzenteam wieder der große Favorit auf die Meisterschale. Die Quoten für Bundesliga Siege der Bayern fallen nämlich stets sehr positiv aus - aktuell liegen diese bei 1,17. Die zur WM 2006 erbaute Arena im Stadtteil Fröttmaning bietet Platz für bis zu 75.000 Zuschauer. Damit ist sie nach dem Signal-Iduna-Park in Dortmund das größte Stadion Deutschlands.

Die Heimstätte des BVB mit der traditionellen Gelben Wand ist ebenfalls über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Wenn 80.000 Fans zu „You’ll Never Walk Alone“ singen, ist Gänsehaut garantiert. Die Arena wurde 1974 eröffnet und hat seitdem schon viele legendäre Fußballschlachten erlebt. Wenn man sich auf Stadiontour durch Deutschland begibt, darf das einstige Westfalenstadion nicht fehlen. Die Stimmung im Signal-Iduna-Park gilt als die beste in ganz Deutschland.

Vom Kiez bis nach Frankfurt
Mehr als legendär ist darüber hinaus die Spielstätte des FC St. Pauli: das Millerntor-Stadion. Gänsehautstimmung ist bei Spielen der Kiez-Kicker garantiert. Allein schon bei der Einlaufmusik „Hells Bells“ von AC/DC stellt es einem die Nackenhaare auf. Bei Toren von St. Pauli schallt zudem „Song 2“ von Blur durch die Lautsprecher. Hier ist eben alles ein bisschen anders. Ein bisschen rauer, ein bisschen bodenständiger. Aber genau das macht die Faszination des Millerntors auch aus.

Weit weniger traditionell, dafür aber moderner und weit größer, ist die Red Bull Arena in Leipzig. Es ist das zweitgrößte Stadion Ostdeutschlands nach dem Olympiastadion Berlin. Hier tragen die Rasenballer seit 2010 ihre Heimspiele aus. Gebaut wurde die Arena ebenfalls für die Weltmeisterschaft 2006. Es bietet Platz für knapp 43.000 Zuschauer und wird auch heute noch für Länderspiele der Nationalmannschaft genutzt.

Und natürlich ist ebenso die Commerzbank Arena in Frankfurt am Main zu nennen - die Heimat der Eintracht und Austragungsort von Spielen der Weltmeisterschaften 1974 und 2006. Zudem fanden EM-Spiele 1988, sowie das Finale im UEFA-Pokal 1980 in der Arena statt. Sie bietet Platz für bis zu 51.500 Fans. Bei Konzerten sogar bis zu 65.000 Zuschauer. Sie wurde 1925 eröffnet und zuletzt 2005 renoviert. Mit mehr als einer Million Besuchern jährlich zählt sie zu den bestbesuchten Arenen Deutschlands.