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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Diese Frau hätte man gerne einmal in einer Talkshow erlebt

von Helmut Poppe

(05.08.2022) Die Malerin Ottilie W. Roederstein scheint eine sehr aufgeweckte Frau und Künstlerin gewesen zu sein. Weit ihrer Zeit voraus, unkonventionell, schon im 19. Jahrhundert beruflich selbstständig und exzellent in ihrer Kunst.

Bildergalerie
Otilie Röderstein - Städel Museum
Foto: Städel Museum
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Otilie Rödersteins Haus in Hofheim
Foto: Foto: frankfurtlive, Poppe
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Liebighaus-Café
Foto: Foto: frankfurtlive, Poppe
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Die hervorragend ausgewählten Exponate im Städel Museum zeigen ein weites Spektrum der eigentlich schweizerischen Künstlerin. Sie schaffte es, klassische Darstellungsformen und Motive in ihrem Stil zu interpretieren und in zahlreichen Bildern ein Funkeln in den Augen hervorzurufen. Ein Wink an den Betrachter? Sie lebte unter anderem in Hofheim in der Kapellenstraße mit ihrer Lebensgefährtin, einer Gynäkologin. Gegen Ende ihres Lebens, sie verstarb 1937, wurde aus der selbstbewussten Frau, eine sehr ernst Blickende. Vielleicht sah sie damals schon eine sich übel entwickelnde Epoche.

Positive und heitere Gedanken seien hier angebracht: Es lässt sich sehr gut aushalten in den klimatisierten Räumen der Ausstellung, die sich übrigens rechts neben dem Haupteingang des Museums befinden. Eine Restauration mit dem Namen Holbein’s Café Restaurant befindet sich gleich am Ausgang. Die Redaktion ging einige Schritte weiter in den schattigen Garten des Liebighaus- Cafés. Gut getan hat das gratis gereichte Detox Water – eine gute Idee.

 

FREI
SCHAFFEND
20.7.–16.10.2022, Städel Museum