Die Pflege-Situation in Frankfurt am Main
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Die Gründe dafür wären die schlechten Arbeitsbedingungen sowie eine hohe emotionale Belastung und außerdem oftmals eine zu geringe Bezahlung. Denn gerade in einer Stadt wie Frankfurt, wo man hohe Mieten sowie Lebenshaltungskosten hat, kann die private finanzielle Situation eine große Herausforderung werden.
Rückgewinnung von qualifizierten Pflegekräften
Die Linke im hessischen Landtag fordert eine Initiative zur Rückgewinnung von Pflegekräften. Durch bessere Arbeitsbedingungen sollen viele Fachkräfte dazu motiviert werden, in den alten Beruf zurückzukehren. Eine Sache in der sich viele einig sind ist, dass pflegende Angehörige mehr Entlastung benötigen. Es ist die Rede davon, dass Hessen und somit auch Frankfurt, mehr Kurzzeitpflegeplätze braucht. Ebenso Personal-Mindeststandards, um den Pflegeberuf wieder attraktiver zu machen.
Was ebenfalls fehlen würde, ist mehr Unterstützung für die ca. 310 000 Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen. Immer wieder könnte man erleben, wie rat- und hilflos Menschen angesichts der komplizierten Gesetze sind. Es soll häufig vorkommen, dass Leistungen erst nach einem Widerspruch gewährt werden und Betroffene sich mit langwieriger Bürokratie befassen müssen. Zusätzlich sind Pflegebedürftige und deren Angehörige durch schwer verständliche als auch undurchsichtige Heimverträge belastet.
Mehr Engagement bei der Aus- und Weiterbildung
Trotz der Corona-Pandemie, soll die Zahl der Menschen in Pflegeberufen zwar gestiegen sein, doch würden weiterhin viele qualifizierte Fachkräfte fehlen. Unter anderem müsste man bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften mehr Engagement zeigen und Beschäftigten aus dem Ausland die Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse erleichtern.
Es wird außerdem ein Schub bei der Digitalisierung für die Pflegeeinrichtungen gefordert, weil Fachkräfte zu viel ihrer kostbaren Zeit mit Bürokratie verschwenden müssten. Ein unhaltbarer Zustand, könnte diese Zeit doch auch für den Patienten verwendet werden, wenn bestimmte Abläufe schlichtweg optimiert werden würden.
Zukünftige Perspektiven und verschiedene Alternativen
Es muss einfach zukünftige Perspektiven geben, wie zum Beispiel auch für die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft. Erstens, weil sich viele Betroffene und auch Angehörige in vielen Fällen schlichtweg die Pflege im eigenen Zuhause wünschen und zweitens, weil es immer noch nicht ausreichend Pflegeplätze in entsprechenden Einrichtungen gibt.
Viele pflegende Personen kommen irgendwann an den Punkt, an dem die Pflege der Angehörigen sie überfordert. Wenn dieser Fall eintritt, sind die Alternativen entsprechend abzuwägen. Wie schon erwähnt, besteht die Möglichkeit der Betreuung in einem Heim. Dann gibt es ambulante Pflegedienste in Frankfurt und Umgebung, die in das Zuhause der Pflegebedürftigen kommen. Eine weitere Alternative können Betreuungskräfte sowie Haushaltshilfen aus dem osteuropäischen Ausland sein, welche die nicht-medizinische Versorgung der Patienten übernehmen.
Die aktuellen Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die alternde Bevölkerung
In Frankfurt sollen derzeit ca. 753.626 Menschen leben, von denen ca. 16 % über 65 Jahre alt sind. Man kann davon ausgehen, dass die Anzahl der älteren Menschen noch steigen wird. So eine Entwicklung erhöht den Bedarf an Pflegeleistungen, wie beispielsweise die Betreuung in der häuslichen Gemeinschaft. Das stellt die Pflegeinfrastruktur sicherlich vor große Herausforderungen. Vor allem die Versorgung von Menschen mit Demenz sowie anderen, altersbedingten Krankheiten, wird eine wachsende Herausforderung darstellen, weil für solche Fälle spezialisierte Pflege- sowie Betreuungsangebote gebraucht werden.
Die Herausforderung Fachkräftemangel
Wie schon erwähnt, ist der Mangel an qualifizierten Pflegekräften eines der größten Probleme in der Pflegelandschaft von Frankfurt. In Hessen wurden im Jahr 2020 4.884 Altenpflegerinnen und -pfleger gesucht. Es konnten dabei 1.700 Stellen nicht besetzt werden. Man sagt, dass im Jahr 2035 in den ambulanten sowie stationären Pflegeeinrichtungen Demografie-bedingt 40 % mehr Altenpflegerinnen und -pfleger benötigt werden, als es im Jahr 2019 der Fall war. Die Gründe für diese Situation wurden bereits beschrieben.
Die unzureichende Pflegeinfrastruktur
Die bestehende Pflegeinfrastruktur ist auch im Frankfurter Raum an vielen Orten überlastet. Es gibt lange Wartezeiten für Pflegeplätze sowie unzureichende Kapazitäten in Pflegeheimen. Das führt dazu, dass besonders viele ältere Menschen nicht angemessen versorgt werden können.
Also muss die Pflegeinfrastruktur ausgebaut werden, damit der wachsende Bedarf an Pflegeleistungen abgedeckt und dementsprechend ausgebaut werden kann. Das betrifft die Errichtung neuer Pflegeeinrichtungen sowie die Schaffung ambulanter Angebote. Außerdem kann man zusätzlich innovative Wohn- und Betreuungsformen fördern, die den Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen entgegenkommt. Dazu zählen zum Beispiel betreutes Wohnen in Wohngemeinschaften, Mehrgenerationen-Wohnprojekte oder Wohngruppen für Menschen mit Demenz. Wenn solche Angebote ausgebaut werden, ist eine bedarfsgerechte sowie individuelle Versorgung älterer Menschen möglich und die Lebensqualität und auch die soziale Teilhabe kann gefördert werden.
Wie kann man den Pflegeberuf attraktiver gestalten?
Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der Bezahlung von Pflegekräften ist ausschlaggebend, damit dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Auch das wurde schon erwähnt. Dazu sollte auch gehören, dass eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist. Zum Beispiel durch flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine bessere Kinderbetreuung. Auch Sabbaticals sind denkbar. Außerdem können Möglichkeiten für eine Weiterbildung ausgebaut als auch Karriereperspektiven geschaffen werden, damit der Pflegeberuf attraktiver gestaltet wird. Ebenso kann das Einführen von Prämien sowie Zuschüssen für Pflegekräfte (z.B. in Form von Wohnzuschüssen, steuerlichen Erleichterungen) zur Steigerung der Attraktivität des Berufs beitragen.
Mögliche Technologien sowie die Digitalisierung mehr nutzen
Für die Pflegebranche bietet die Digitalisierung große Chancen. So können digitale Technologien, wie beispielsweise Pflegeroboter oder die Telemedizin helfen, die Arbeitsbelastung von Pflegekräften zu reduzieren. Das würde sicherlich zu einer besseren Versorgung der Pflegebedürftigen führen. Die Vernetzung von Pflegeeinrichtungen durch digitale Plattformen, die Umsetzung/Durchführung von Telemedizin in der ambulanten Pflege oder der Einsatz von Robotik sowie künstlicher Intelligenz könnten Pflegekräfte bei körperlich anstrengenden oder monotonen Tätigkeiten unterstützen. Außerdem können dank solcher Technologien neue Arbeitsplätze in der Pflegebranche geschaffen werden. Denkbar wäre der IT- oder Technik-Bereich.
Fazit
Man kann also sehen, dass Thema Pflege in Frankfurt in sicherlich kein kleines, sondern vielmehr ein wichtiges, und uns alle betreffendes Thema. Es ist dringend notwendig, dass sich im Bereich der Pflege etwas grundlegend bewegt und verändert.
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