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Letzte Aktualisierung: 27.05.2020

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Die Lesungsreihe Frankfurter Premieren startet Streaming

von Ilse Romahn

(13.05.2020) In einem digitalen Format setzt das Kulturamt ab Mai seine Reihe Frankfurter Premieren fort. Die Reihe stellt neue Bücher aus Frankfurter Verlagen oder von hier lebenden Autoren vor.

Ingo Schulze in seiner Berliner Wohnung
Foto: Stadt Frankfurt / Gaby Gersdter
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Zum Auftakt ist Ingo Schulze zu Gast. Mit Alf Mentzer von hr2-kultur spricht er über seinen Roman „Die rechtschaffenen Mörder“ (S. Fischer Verlag). Die Veranstaltung steht ab Mittwoch, 13. Mai kostenfrei zum Abruf auf Youtube, Spotify und unter http://www.kultur-frankfurt.de bereit. Die Digitalisierung der Reihe wird ermöglicht durch die Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt und soll in loser Folge fortgesetzt werden. Von den Autoren signierte Bücher können in Frankfurt in der autorenbuchhandlung marx & co. und in der Buchhandlung Land in Sicht erworben werden.

„Die rechtschaffenen Mörder“ handelt von einem Dresdner Antiquar, dessen Status als intellektuelle Instanz nach dem Ende der DDR ins Wanken gerät und der sich zunehmend radikalisiert. Die Raffinesse des Romans besteht darin, dass er vielfach gebrochen ist und die vermutete Kausalität zwischen Bedeutungsverlust und Radikalisierung zugleich hinterfragt. Ingo Schulze hat einen wichtigen Nachwenderoman geschrieben, der die Sicht der Leser vielfach herausfordert.

Schulze wurde für seine Romane und Erzählungen vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Peter-Weiss-Preis und dem Preis der Leipziger Buchmesse. 2017 veröffentlichte er den Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“, im März erschien „Die rechtschaffenen Mörder“ (beide S. Fischer Verlag). Alf Mentzer leitet die Literaturredaktion von hr2-kultur.

Die Veranstaltung mit Ingo Schulze und Alf Mentzer ist eine Kooperation des Kulturamts Frankfurt am Main mit der Evangelischen Akademie Frankfurt. (ffm)