Die giftige Raupe hat wieder Saison
Schwere Hautreizungen durch Eichenprozessionsspinner
Seine Raupen sehen harmlos aus, können für Menschen aber zum Gesundheitsrisiko werden: Der Eichenprozessionsspinner hat wieder Saison. Behörden, Gesundheitsexperten und auch die stellvertretende Vorsitzende der Interessenvertretung Patienten und Versicherte Bundesverband Gesundheit und Soziales, Mechtild Pfeiffer-Krahl, im neuen Infobrief "Aufgepasst und Hergehört" warnen: Problematisch an den Raupen sind ihre feinen Brennhaare. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen.
Auch Augenreizungen, Husten und asthmatige Beschwerden seien möglich. Besonders tückisch sei, dass die Haare leicht abbrechen und durch Wind verteilt werden können. Sie bleiben zudem lange in der Umgebung erhalten, etwa in alten Nestern oder am Boden. Die Raupen leben vor allem auf Eichen und bewegen sich oft in langen Reihen fort, was zu ihrem Namen geführt hat.
Wenn man Raupen oder Gespinste entdeckt, so Pfeiffer-Krahl, sollte man zehn bis fünfzehn Meter Abstand halten und weder Tiere noch Nester berühren. Das gelte auch für alte Gespinste. Auch im eigenen Garten sollte man Nester keinesfalls selber entfernen. Für die Beseitigung sind Fachleute und die jeweiligen Kommunen zuständig.
Befallene Bereiche also möglichst meiden und Kinder und Hunde fernhalten. Lässt sich ein Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume nicht vermeiden, kann lange Kleidung helfen, Hautkontakt zu reduzieren. Nach einem möglichen Kontakt empfiehlt sich zu duschen, die Haare zu waschen und getragene Kleidung separat zu waschen. Wer anhaltende oder schwere Reaktionskontakte hat, sollte medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.