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Letzte Aktualisierung: 23.01.2020

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Die Bamberger überrannten die Frankfurter

Fraport Sykliners fanden kein Mittel, die Oberfranken zu stoppen

von Norbert Dörholt

(25.11.2019) Samstagabend, 5000 Zuschauer, hervorragende Stimmung in der Fraport Arena in Frankfurt-Unterliederbach und zwei Teams, die von der ersten Sekunde an aufs Gas drücken. Die Frankfurter Bundesliga-Basketballer Fraport Skyliners empfingen Brose Bamberg in einer intensiven Partie, die vieles zu bieten hatte, auch einen verdienten Sieger, die Gäste aus Bamberg.

Jetzt zieht er los, mit ganz großen Schritten ... Lamont Jones stürmt unaufhaltbar dem gegnerischen Korb zu.
Foto: Fraport Skyliners
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Die Frankfurter spielten gut, allerdings hatten sie zu viele Schwächephasen, sodass am Ende die Oberfranken die Punkte aus Hessen entführten – Endstand 72:87 (22:23 - 13:24 - 21:19 - 16:21) Topscorer auf Frankfurter Seite war Matthew McQuaid mit 19 Punkten.

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim, der Headcoach der Fraport Skyliners, zollte dem Gegner fair Respekt: „Glückwunsch an Bamberg zum verdienten Sieg. Entscheidend war, dass Bamberg viele physische Spieler hat, die sich alle beweisen wollen. Ihre Intensität hat gezeigt, dass sie uns sehr ernst genommen haben. Wir hatten in Situationen, wo wir vielleicht noch mal rankommen hätten können, zwei oder drei mentale Knackpunkte. Aber angesichts die Knöchelverletzung von Shaquille Hines und Lamont Jones, der einen Schlag in den Magen bekommt und sich zweimal erbrechen muss, haben wir heute das Maximum aus unseren Möglichkeiten rausgeholt.“

Roel Moors,Cheftrainer von Brose Bamberg: „Wir sind hier nach Frankfurt mit dem richtigen Maß an Respekt angereist. Nach einem schwierigen ersten Viertel konnten wir das Spiel im zweiten Viertel drehen. Schlüssel war unsere physische Verteidigung über 40 Minuten. Es war unser Ziel, das Spiel physisch zu gestalten, was uns dann auch besser gelungen ist. Wir haben einen guten Job gegen Lamont Jones und Leon Kratzer gemacht. Im dritten Viertel haben wir wirklich guten Basketball gespielt und den Ball sehr gut bewegt. Anschließend haben wir uns ein wenig zu sehr entspannt und Frankfurt einfache Punkte gestattet. Frankfurt ist eine mental extrem starke Mannschaft. Sie gibt nie auf.“

Matthew McQuaid, Fraport Skyliners: „Wir haben die Dreipunktlinie heute nicht gut verteidigt. Sie haben einfach viele Würfe getroffen, selbst die eng verteidigten. Da müssen wir als Team besser werden. Persönlich habe ich mich heute gut gefühlt. Meine Teamkollegen haben mich heute gefunden und mir viel Selbstvertrauen gegeben. Die großen Spieler haben hervorragende Blöcke gestellt und die Guards haben mir den Ball immer wieder in guten Positionen zugespielt. Jetzt heißt es weiter arbeiten und auf das nächste Spiel fokussieren."

Spielverlauf

Ein sehr intensiver und effektiver Start von beiden Teams. Der Ball wird in beiden Reihen gut bewegt und es gibt immer wieder offene Würfe. Nach Ende des ersten Viertels steht es 22:23, beide Teams treffen zu diesem Zeitpunkt fünf aus sieben Dreiern. Die Spielidee der Frankfurter greift, leider wird der Ball zu einfach und zu oft aus der eigenen Hand gegeben, sodass den vier Bamberger Turnover neun Turnover auf Frankfurter Seite gegenüberstehen. Das Top-Team aus Oberfranken schlägt eiskalt zu und führt dementsprechend zur Halbzeit mit 35:47.

Frankfurt findet wieder zurück ins Spiel. Erst das Dreipunktspiel von Quantez Robertson, dann legt Akeem Vargas mit Foul und erfolgreichem Korb nach – 54:64 (28. Spielminute) Das Aufbäumen im dritten Viertel wird allerdings nicht belohnt. Brose Bamberg läuft absolut heiß von draußen und schmeißt 56 Prozent ihrer Würfe in den Frankfurter Korb. Am Ende der Partie muss man sich den Oberfranken verdient mit 72:87 geschlagen geben.

Player to watch –Matthew McQuaid

Von Spiel zu Spiel steigert er sich und beweist heute, warum er nicht umsonst in der Starting 5 im NCAA Final Four der Michigan State Spartans stand. Matthew McQuaid trifft seine Würfe von draußen, ist aktiv in der Verteidigung, nimmt Offensivfouls an und trifft auch mit ablaufender Wurfuhr.

900 Easycredit-BBL-Punkte für Akeem Vargas

Schon immer bekannt als knallharter Verteidiger, hat sich Akeem Vargas im Laufe seiner Karriere zu einem absoluten „3&D-Player“ entwickelt, sprich, er trifft den Dreier und ist defensiv immer eine Bank. Er steuert dem Team 14 Punkte bei und ist in der aktuellen Saison ein absoluter Eckpfeiler des Frankfurter Spiels. Heute knackte er die 900-Punkte-Marke in der easyCredit BBL.

Die nächsten Spieltermine

Öffentliches Testspiel am Freitag, 29. November, um 18:30 Uhr gegen die Römerstrom Gladiators Trier

Auswärtsspiel gegen Crailsheim Merlins am Samstag, 7. Dezember, um 20:30 Uhr

Heimspiel in der Fraport Arena ist es wieder am 22. Dezember gegen die Basketball Löwen Braunschweig um 15 Uhr