Die arabische Magelone
Ein literarischer Liederabend im Goethe-Haus
Die Romanzen aus Ludwig Tiecks ‚Die schöne Magelone‘ gehören zu den beliebtesten deutschen Kunstliedern. Johannes Brahms (1833–1897) komponierte sie nach Gedichten aus einer Novelle des Dichters. Tieck (1773–1853) hatte Veit Warbecks ‚Schöne Magelone‘, die dieser 1527 aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt hatte, im Geist der Romantik wiederbelebt und regte damit Brahms zu seiner romantischen Vertonung an. Was Brahms und Tieck nicht wussten: Die Ursprünge der Geschichte liegen in orientalischen Märchen, die über das maurische Spanien und Frankreich nach Deutschland kamen. So überraschen die Parallelen zwischen den mittelalterlichen arabischen ‚Geschichten aus Hundertundeine Nacht‘ – der „kleinen Schwester" der weltberühmten Erzählsammlung ‚Tausendundeine Nacht‘ – und Tieck/Brahms.
Claudia Ott, die Entdeckerin und Übersetzerin der auf 1234 datierten Handschrift von ‚Hundertundeine Nacht‘, präsentiert zusammen mit dem Bariton Eric Fergusson und dem Pianisten Helmut Schmitt den Liederzyklus als literarischen Liederabend mit einem wissenschaftlichen Gespräch. Die Wanderung einer Geschichte durch Zeiten, Kulturen und Religionen wird lebendig. ‚Die arabische Magelone‘ wagt eine neue, zeitgemäße Deutung als Ritterromanze zwischen Orient und Okzident.
Eintritt: 12,- Euro / 6,- für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts
Informationen und Karten: Tel. (069)138800 / E- Mail: anmeldung@goethehaus-frankfurt.dena Faber
Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt am Main www.goethehaus-frankfurt.de, www.deutsches-romantik-museum.de
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