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Letzte Aktualisierung: 23.01.2020

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Dialog der Generationen

„Zeitsprung“ Junges Theaterfestival am Theater Rüsselsheim

von Ilse Romahn

(11.11.2019) In diesem Jahr findet das Junge Theaterfestival unter dem Titel „Zeitsprung“ vom 12. bis zum 14. November statt. Bereits zum sechsten Mal schnuppern Schülerinnen und Schüler aus Rüsselsheim Bühnenluft.

Junges Theaterfestival
Foto: Kultur123 Stadt Rüsselsheim
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In speziellen Workshops tauchen Teilnehmende drei Tage lang in die Welt des Schauspiels ein und erleben als Rahmenprogramm zwei professionelle Aufführungen hautnah mit. Gezeigt werden „Als wir verschwanden“, sowie eine Szenische Lesung aus dem „Tagebuch der Anne Frank“. Zum 50. Geburtstag des Theater Rüsselsheim kooperiert das Theater neben der Max-Planck-Schule zudem mit dem Haus der Senioren. Angedacht ist ein generationenübergreifender Austausch über Schauspiel und Musik.  

Beim sechsten Jungen Theaterfestival „Zeitsprung“ wird es diesmal besonders spannend: Mehrere Generationen erleben vom 12. bis zum 14. November gemeinsam, was es heißt, Erfahrungen auf einer richtigen Bühne zu machen. Das Junge Theaterfestival findet alle zwei Jahre am Theater Rüsselsheim statt. Ausgewählte Kooperationspartner aus Rüsselsheimer Schulen sind hierbei eingeladen, Theaterstücke, sowie theaterpädagogisch aufbereitete Workshops im Gastspielhaus am Treff zu besuchen. In diesem Jahr nimmt ein Darstellendes Spiel-Kurs der 9. Jahrgangsstufe der Max Planck-Schule am Projekt teil. Doch dabei bleibt es diesmal nicht. Milena Wolf, zuständig für die jungen Formate am Theater Rüsselsheim, erklärt die diesjährige Konzeption des Projekts: „Für unsere Jubiläumssaison sollte es etwas Besonderes sein; schließlich wird das Theater nur einmal 50 Jahre alt. Wir haben ein Projekt auf die Beine gestellt, das zwei Generationen zusammen bringen soll. Dafür sind wir eine Kooperation mit dem Haus der Senioren Rüsselsheim eingegangen und konnten dort bereits Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Junge Theaterfestival gewinnen. Einige Plätze sind für Interessierte noch frei.“ Seniorinnen und Senioren treten auf diese Weise in einen künstlerischen Austausch mit einer jungen Generation Schülerinnen und Schüler. 

Rahmenprogramm und Abschlusspräsentation für die Öffentlichkeit
An den Workshop-Tagen erarbeiten sie gemeinsam eine kleine Werkschau. Inspiration und Anregungen finden die Teilnehmenden durch die Sichtung zweier Produktionen, die in dieser Zeit auf der Hinterbühne des Theaters gezeigt werden. Am 12. November um 11 Uhr präsentiert das TheaterGrueneSosse aus Frankfurt am Main „Als wir verschwanden“, ein Schauspiel, das in poetischen Bildern eine Familiengeschichte erzählt und aufkeimende Konflikte zwischen den Eltern ergründet. Das Hessische Landestheater Marburg zeigt am 13. November um 9 und um 11 Uhr, eine szenische Lesung aus dem Tagebuch der Anne Frank, einem Teil der Weltliteratur, in welchem die 13-jährige Anne Frank, eindringlich ihr Leben während des Holocaust schildert. Beide Vorstellungen sind öffentlich und frei buchbar.

Theater-, Musik und Bewegungspädagogische Begleitung
Diana Wissmüller, Musik- und Bewegungspädagogin und Theaterpädagogin Heike Mayer-Netscher, begleiten das Projekt pädagogisch: „Ich finde es spannend zu sehen, wie beide Generationen miteinander umgehen werden. Sie dabei zu unterstützen, wird unsere Aufgabe sein.“, erklärt Wissmüller. Die beiden Leiterinnen möchten diesmal, neben den schauspielerischen, auch musikalische Elemente in die Workshops einfließen lassen. Herausforderungen gebe es bei einem solchen Projekt allemal, aber die seien da, um ergriffen zu werden, weiß Heike Mayer-Netscher: „Sicher sind die Spielerinnen und Spieler in einem unterschiedlichen Alter und besitzen unterschiedliche Lebenserfahrung, daher auch unterschiedliche Bedürfnisse; was beispielsweise Bewegungseinheiten, den Umgang mit Texten und Pausen betrifft. Es ist nach meiner bisherigen Erfahrung allerdings ein sehr bereicherndes Erlebnis, mit unterschiedlichen Generationen an einem Theaterprojekt zu arbeiten, da das gemeinsame Ziel einer Aufführung zusammen schweißt.“ Die Teilnehmenden könnten sich daher auf ein tolles Projekt freuen, das es erreichen kann, unterschiedliche Perspektiven auf das Leben miteinander zu vereinen. Die Werkschau zum Jungen Theaterfestival wird am 14. November um 14 Uhr auf der Hinterbühne des Theater Rüsselsheim präsentiert und ist ebenfalls öffentlich. Gefördert wird das Projekt durch den Förderverein Theater Rüsselsheim e. V. 

Interessierte erhalten Karten in den Vorverkaufsstellen von Kultur123 Stadt Rüsselsheim, telefonisch unter (06142)832630, online auf www.kultur123ruesselsheim.de sowie an der Tages- bzw. Abendkasse. Für die Abschlusspräsentation am Donnerstag, 14. November um 14 Uhr auf der Hinterbühne sind keine Eintrittskarten notwendig.

www.kultur123ruesselsheim.de