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DIAG-Veranstaltung zu Brasilien am 14. April

Das 19. Jahrhundert war die Zeit der großen wissenschaftlichen Expeditionen. Forscherteams aus Geographen, Botanikern, Zoologen, Ethnologen machten sich von Westeuropa aus, gefördert von Fürstenhäusern und Handelsgesellschaften, auf den Weg in Regionen, in die zuvor allenfalls Eroberer, Abenteurer und Kaufleute vorgedrungen waren. Brasilien gehörte dabei zu den meistbegehrten Destinationen.

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Goethes Arbeitszimmer
Foto: Quelle: Klassik Stiftung Weimar

Schon Alexander von Humboldt wollte im Rahmen seiner Südamerika-Reise einen Abstecher nach Brasilien unternehmen, was ihm jedoch von der portugiesischen Krone verwehrt wurde. Ab 1817 häuften sich dann die Expeditionen ins Innere des Landes (vor allem in die Amazonas-Region) und sorgten diesseits des Atlantischen Ozeans für einen enormen Widerhall.

Goethes Brasiliana. Weimar als frühes Zentraum der Brasilienrezeption
Vortrag von Sylk Schneider (Weimar) am Dienstag, 14. April, 19 Uhr im Saalbau Dornbusch, Eschersheimer Landstr. 248, U-Bahn-Station Dornbusch.

Nirgends im deutschsprachigen Raum erschienen im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts mehr Publikationen zu Brasilien als in Weimar. Worin liegen die Ursachen für diese Brasilienbegeisterung? Einen Teil der Antwort findet man in den bibliophilen Schätzen der Bibliothek Goethes und in anderen Werken aus dem reichen Fundus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, dem Goethe- und Schiller-Archiv, den Sammlungen der Museen der Klassik Stiftung Weimar sowie der Universität Jena. All diese Quellen zeugen von dem großen Interesse an Brasilien, das damals in Weimar geherrscht hat.

Sylk Schneider ist Diplom-Volkswirt mit dem Schwerpunkt "Regionalstudien Lateinamerika". Studiert hat er außerdem Geographie und Romanistik, sowohl in Tübingen wie auch eine Zeitlang in Brasilien. Forschungsaufenthalte führten ihn auch danach noch des Öfteren nach Brasilien. Er entwickelt Museumskonzeptionen und ist als Kurator und freischaffender Autor tätig. 
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