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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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DHL-Paketzustellung jetzt im Lockdown

Drei Fragen – Drei Antworten

von Ilse Romahn

(21.04.2021) Paketabteilungsleiter Alexander Olk ist zuständig für die Verteilung und Auslieferung der DHL Pakete in den Postleitzahlengebieten 64 und 65 der Postniederlassung Wiesbaden. Alexander Olk ist seit 2018 verantwortlich für über 600 Paketzusteller.

Paketabteilungsleiter Alexander Olk
Foto: Bernd Georg / Deutsche Post DHL Group
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Herr Olk, die Pandemie und ihre Folgen bestimmen seit März 2020 unser Leben. Wie sieht es bei Ihnen aus, ist die Paketmenge weiterhin sehr hoch?
„Ja. Wir haben vor Weihnachten neue Rekordzahlen erreicht. Bundesweit stieg die Paketmenge von 1,4 Milliarden Pakete im Jahr 2019 auf rund 1,6 Milliarden Pakete 2020. Und auch jetzt im Frühjahr merken wir, dass sich die Paketmenge weiterhin auf einem sehr hohen Level bewegt.“

Ist das eigentlich zu schaffen? Haben Sie viele Mitarbeiter eingestellt und wie gewährleisten sie den Schutz ihres Personals und damit auch der Kunden?
„Im März 2020 kam für uns der Paketanstieg überraschend und wir mussten schnell reagieren, daher haben wir in unserem Bereich insgesamt über 100 neue Mitarbeiter eingestellt, angelernt und eigenständig in die Zustellung geschickt. Viele der Neuen sind bei uns geblieben und nun fest angestellt. Zudem bilden wir jedes Jahr neue Mitarbeiter zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen mit IHK Abschluss aus. Allgemein hilft uns, dass viele Empfänger im Homeoffice sind, dass erspart uns den zeitaufwendigen Arbeitsschritt der Benachrichtigung. Aufgrund der Pandemie galten und gelten für uns die mit den Gesundheitsämtern abgestimmten Hygieneregeln: Neben der Versorgung unserer Mitarbeiter mit medizinischen Masken, Desinfektionsmitteln und Wasserkanistern zum Händewaschen unterwegs lassen wir die Zustellung durch unsere Mitarbeiter im Beisein des Empfänger selbst quittieren. Wir arbeiten im Zweiwellensystem, d.h. die erste Welle  fängt um 08.00 Uhr an und kann gegen 09.00 Uhr die Tour beginnen, danach fängt die zweite Welle an. Zusätzlich stellen wir unseren Mitarbeitern seit Anfang April kostenlos Antigenschnelltests zur Verfügung. Durch diese Hygienemaßnahmen schützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit auch unsere Kunden.“

Das heißt, die Kunden bestellen weiterhin viele Sachen online. Merken Sie da Unterschiede im Vergleich zu Weihnachten?
„Jetzt sind wieder saisonalbedingt die sperrigen Pakete mit an Bord. Die Gartensaison beginnt, also transportieren wir Gartentische mit sechs, acht Stühlen, Sonnenschirme, Grillwagen, Gartenbänke, Teiche, Pavillons, Fischfutter, Dünger, Blumenerde, Blumentöpfe, Insektenhotels. Es ist ein spannender Job, den wir mit einer tollen Mannschaft jeden Tag aufs Neue motiviert angehen!“