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Letzte Aktualisierung: 07.02.2023

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DGB: Beschäftigte und Studierende der hessischen Hochschulen brauchen Sicherheit

von Karl-Heinz Stier

(18.01.2023) „Die Inflation macht keinen Halt vor den Mauern der Universitäten und Hochschulen. Ganz im Gegenteil: Die steigenden Lebenshaltungskosten treffen die Studierenden und die befristet Beschäftigten besonders hart“, so die stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Renate Sternatz und der Bezirksjugendsekre-tär Gregor Gallner.

Es sei Aufgabe des Landes, die Last der Krisen von den Schultern der Studierenden zu nehmen, findet Gallner: Die Uni müsse ein Ort sein, an dem man frei von Zukunftsängsten lernen kann. Das passe mit kalten Hörsälen, steigenden Semesterbeiträgen und Hochschulschließungen aufgrund gestiegener Energie-kosten nicht zusammen. Vielmehr sei es wichtig, im Unialltag für konkrete Ent-lastungen zu sorgen: Es könne nicht sein, dass der Semesterbeitrag erhöht wird, um die Finanzen der Studierendenwerke aufzustocken. Eine gerechte Lastenverteilung sieht anders aus. Das Land sei in der Verantwortung, die Studierendenwerke finanziell besser ausstatten. So können Mensapreise und Mieten in Wohnheimen gesenkt und Studierende entlastet werden. Zudem sei unklar, warum die Studierenden die Verwaltung, also das Grundgerüst der Universität, bezahlen sollen. „Durch den Verwaltungskostenbeitrag macht sich die Landesregierung seit Jahren einen schlanken Fuß. Eine gerechte Verteilung der Lasten – gerade in Krisenzeiten – bedeutet die finanzielle Verantwortung gegenüber den Hochschulen wahrzunehmen. Der Verwaltungskostenbeitrag gehört abschafft, hier muss die Landesregierung liefern“, ergänzt Sternatz