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Letzte Aktualisierung: 28.07.2021

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Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt feiert 1. Geburtstag

Stiftung blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

von Ilse Romahn

(22.07.2021) Ein Jahr nach ihrer Gründung und Aufnahme der Arbeit Mitte 2020 zieht die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt eine positive Bilanz: Es konnte nicht nur bei über 2.000 Anfragen rund um Vereinsrecht, Fördermittelgewinnung und Vorstandsarbeit beraten werden.

Der Stiftung ist es darüber hinaus gelungen, rund 1.900 Vereinen und Organisationen in Deutschland während der anhaltenden Corona-Pandemie mit ihrem ersten Förderprogramm mit bis zu 20 Millionen Euro zu unterstützen. Die Stiftung hat vielfältige Service-Angebote auf den Weg gebracht, die bereits breite Kreise der Engagementlandschaft erreichen. Der Stiftung ist es gelungen, innerhalb kurzer Zeit deutschlandweite Bekanntheit und eine hohe Akzeptanz in der Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zu erlangen.

Neben der Beratung in unter anderem rechtlichen Fragestellungen hat die Stiftung zahlreiche Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote zur Gemeinnützigkeit, der Öffentlichkeitsarbeit oder dem Datenschutz für Vereine aufgelegt. Diese wurden deutschlandweit von vielen Engagierten in Anspruch genommen. So konnten mit dem Digital-Camp 11.500 Engagierte erreicht werden.

Auch für die Zukunft hat sich die Stiftung viel vorgenommen. Neben konkreten Service- und Beratungsangeboten hat die Stiftung zahlreiche Programme auf den Weg gebracht. Unter anderem wird die Stiftung im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung das Programm ZukunftsMUT veröffentlichen. Dadurch werden zusätzlich insgesamt 30 Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 gezielt für das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien in ganz Deutschland zur Verfügung gestellt. 

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat und Vorsitzender des Stiftungsrates, sagt: „Mit der Stiftung in Neustrelitz wirkt die Heimatpolitik der Bundesregierung bereits: Deutschlands erster bundesweit tätiger Ansprechpartner für Menschen, die sich engagieren oder es noch vorhaben, feiert seinen 1. Geburtstag. Mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt haben wir einen zentralen Vorschlag der Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse umgesetzt. Herzlichen Glückwunsch!“

Christine Lambrecht, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sagt: „Ich gratuliere der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt ganz herzlich zu ihrem ersten Geburtstag! Der Vorstand und sein Team haben in diesen 12 Monaten keine Herausforderung gescheut und dadurch Außergewöhnliches für die rund 29 Millionen Engagierten in Deutschland geleistet. Die Stiftung hat sich bereits jetzt als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das bürgerschaftliche Engagement und Ehrenamt etabliert sowie in ihrem Gründungsjahr ein sehr erfolgreiches erstes Förderprogramm umgesetzt. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Stiftung auch in diesem Jahr wieder stark fördernd tätig ist. Besonders das heute startende Förderprogramm ZukunftsMUT im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ ist ein wichtiges und richtiges Signal an alle Vereine und Organisationen, die sich für junge Menschen und Familien engagieren, um pandemiebedingte Ausfälle abzufedern."

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, sagt: „Unsere ländlichen Räume sind Chancenräume – gerade in der Corona-Pandemie haben wir gesehen, wie viele Menschen es aufs Land gezogen hat, weg aus den Ballungszentren. Digitalisierung und mobiles Arbeiten machen es möglich, zu dezentralisieren und Städte zu entlasten. Ländliche Regionen sind vor allem aber auch gelebte Gemeinschaft – hier spielt ein funktionierendes Vereinswesen, das durch Ehrenamt getragen wird und auch für junge Menschen attraktiv ist, eine enorm wichtige Rolle. Genau da setzt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, die wir ins Leben gerufen haben, an: Die Stiftung stärkt gerade kleinen Vereinen in ländlichen Regionen den Rücken. Denn Ehrenamt braucht gut vernetzte Ansprechpartner und Begleitstrukturen. Hier wird auch das neue Programm der Stiftung Engagiertes Land ansetzen. Es zeigt sich: Unsere Gründung hat sich bewährt. Ich bin beeindruckt, was die Stiftung bereits auf die Beine gestellt hat und gratuliere ihr herzlich zum ersten Geburtstag.“

Mit dem Programm ZukunftsMUT unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt mit Mitteln aus dem Aktionsprogramm der Bundesregierung „Aufholen nach Corona“ gemeinnützige Projekte für junge Menschen in strukturschwachen und ländlichen Räumen sowie innovative Bildungs-, Gesundheits-, Lern- und Freizeitangebote mit jeweils bis zu 15.000 Euro, die helfen, die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Darüber hinaus sollen mit bis zu jeweils 150.000 Euro wirksame soziale Innovationen verbreitet werden, die bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt für Kinder, Jugendliche und Familien bereits an mehreren Standorten stärken.

Mehr Informationen zum Programm ZukunftsMUT: www.d-s-e-e.de/foerderung/zukunftsmut