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Letzte Aktualisierung: 29.03.2023

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Der widersprüchliche Umgang mit den uns umgebenden Tieren

Ausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt

von Karl-Heinz Stier

(02.03.2023) Die Ausstellung „Humanimal“ präsentiert in einer kulturgeschichtlichen Schau das seit jeher wechselvolle Verhältnis zwischen Zwei- und Vierbeinern. Egal ob verehrte Gottheit oder ertragreiches Schlachtvieh, verwöhntes Familienmitglied oder nützliche Arbeitskraft:

Ausstellungsprospekt
Foto: Museum für kommunikation Frankfurt
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Die individuelle Beziehung zu Tieren prägt den Alltag eines jeden Menschen und rührt an nichts Geringerem als dem menschlichen Welt- und Eigenverständnis.

Die Sonderausstellung, die vom 2.3.bis 15.10.2023 dauert, beschäftigt sich mit zentralen Aspekten dieses oft widersprüchlichen Umgangs mit den uns umgebenden Lebewesen. 

Ist das Tragen von Pelz noch vertretbar? Sollten wir weniger oder gar kein Fleisch essen? Und seit wann leben Hund und Katze überhaupt mit uns unter einem Dach?

Rund 40 Exponate aus dem Sammlungsbestand des Badischen Landesmuseums sowie der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation illustrieren die Mensch-Tier-Beziehung von der Antike bis in die Gegenwart und erörtern auch aktuelle tierethische Fragen. Erzählt der „Musikautomat mit Tanzbär“ (1883) von der Umwidmung des Tieres zum Entertainer wider Willen, so verrät die „Käfermenagerie“ – zum Einsperren selbstgefangener Käfer – von der kindlichen Faszination für die Welt der Krabbeltiere.

Zu den weiteren Highlights der Ausstellung zählt ein Gerät zur Übersetzung von Hundestimmen, das mit einem Augenzwinkern die Kommunikation zwischen Mensch und Tier kommentiert. Als stubenreine Haustiere der Millenial-Generation wagen auch Furbys, Tamagotchis und der Spielzeugroboter „Aibo“ einen Ausblick auf die mögliche „humanimalistische“ Zukunft.

„Humanimal“ ist eine Ausstellung produziert vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe.