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Letzte Aktualisierung: 17.06.2021

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Der Weg zum umweltfreundlichen Eigenheim

von Bernd Bauschmann

(04.06.2021) Keine Frage: Heute ist es nicht mehr so einfach wie früher, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Machbar aber ist es trotzdem. Vor allem dann, wenn man auf Energieeffizienz beim Eigenheim setzt und damit auf lange Frist Kosten senkt.

Symbolfoto
Foto: Pixabay / Hurm
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Trotz aller Herausforderungen, die Bauen heute mit sich bringt: Nach wie vor wünschen sich die meisten Menschen in Deutschland die eigenen vier Wände in Form eines Eigenheims. Das hat auch eine aktuelle Studie des Instituts für Deutsche Wirtschaft (IW) ergeben.

Dabei liegt aber nicht nur das eigene Haus im Trend, sondern auch die Gegend: Der Stadtrand, auch Speckgürtel genannt, wird immer beliebter. Verwunderlich ist das nicht. Gerade in Großstädten wie Frankfurt explodieren die Mieten und die Preise für Baugrundstücke. Bauinitiativen wie der sogenannte Frankfurter Bogen sollen dem entgegenwirken und Bauland in der näheren Stadtumgebung bezahlbar halten.

Die Planung ist entscheidend
Ist der Grund und Boden gefunden, geht es an die Planung des Eigenheims. Dabei spielt die Heizung eine entscheidende Rolle – genauer gesagt ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Luft-Wasser-Wärmepumpen werden dabei als moderne und nachhaltige Heizsysteme immer interessanter.

Doch natürlich entscheidet nicht nur die Heizung darüber, wie energiesparend ein Neubau ist – das beginnt bereits viel früher, nämlich beim Baustoff. Als besonders energieeffizient gilt dabei die sogenannte monolithische Bauweise, auch bekannt als Massivbau. Dabei werden die einzelnen Wände aus einem einzigen Baustoff errichtet. Das sorgt dafür, dass die Energieeffizienz deutlich höher ist als bei einem Haus, das mit verschiedenen Baustoffen errichtet wurde.

Der Einsatz der richtigen Dämmung und der Fenster sind dann weitere Punkte auf dem Weg zum energiearmen Bau. Dazu muss man wissen: Energiesparfenster mit Dreifach- oder Thermoverglasung lassen im Vergleich zu einfachverglasten Fenstern 75 Prozent weniger Energie nach draußen entweichen.

Energieeffizienz in den Innenräumen
Ein Stück weit Geschmackssache ist die Ausstattung der eigenen vier Wände mit Fußböden. Doch auch dabei kann man die Umwelt im Blick behalten. Parkett ist dabei nach wie vor unangefochtener Spitzenreiter bei Bauherren. Kein Wunder: Das Material sieht edel aus, ist umweltfreundlich und lässt sich immer wieder erneuern. Auch Korkböden werden in Energiesparhäusern immer beliebter. Sie reduzieren Fußkälte und sind überdies schallschluckend, sodass sie gern in Kinderzimmern verlegt werden. Wieder neu entdeckt werden überdies Teppichböden. Vor allem Bodenbeläge aus reiner Wolle sind dabei gefragt, weil sie Luftfeuchtigkeit aufnehmen und somit für ein gutes Raumklima sorgen. Moderne Teppichböden enthalten zudem auch keine problematischen Stoffe wie Formaldehyd oder Weichmacher. Den letzten Aufschluss darüber gibt übrigens die TÜV-Plakette „allergiegeeignet“.

Auch in Bad und Küche lässt sich bei einem Neubau viel für die Energiebilanz tun. Die Palette reicht dabei vom Induktionsherd in der Küche, der besonders wenig Energie verbraucht, bis hin zu Armaturen mit Wasserspar-Einsatz für Badezimmer und Spüle. Auch für die Dusche gibt es mittlerweile clevere Lösungen: wassersparende Mischdüsen oder Strahlregler. Der Einsatz von LED-Leuchten hilft zudem dabei, die Stromkosten gering zu halten. Diese gibt es mittlerweile in ausreichender Helligkeit, sodass man auf Halogenleuchten über der Arbeitsplatte der Küche oder dem Spiegel im Bad durchaus verzichten kann.

Generell ist umweltbewusstes Bauen heute nicht nur im Trend, sondern schlichte Notwendigkeit. Das wird mit Sicherheit auch ein Thema auf der Woche der Umwelt sein, die im Juni in Hybrid-Form stattfindet. Dort nämlich stehen auch die Themen Bauen und Wohnen auf der Agenda.