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Letzte Aktualisierung: 29.05.2024

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Der Wald im romantischen Lied

Konzert mit Bariton Jonas Müller und Burkhard Bastuck (Klavier)

von Ilse Romahn

(30.04.2024) Veranstaltung Lied & Lyrik am Mittwoch, 8. Mai, 19.30 Uhr, im Arkadensaal (Freies Deutsches Hochstift), Eingang: Großer Hirschgraben 23-25: "Und über mir rauscht die schöne Waldeinsamkeit".

Johann Andreas Herrlein, Waldlandschaft mit Jägern und erlegtem Rotwild, 1760-1770
Foto: Freies Deutsches Hochstift, Foto: David Hall
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Liebe, Sehnsucht, Verlustangst, Einsamkeit – das sind die Erfahrungen, die im romantischen Gedicht thematisiert werden. Ort dieses Erlebens ist fast immer die Natur und besonders der Wald, der damit zur Bühne menschlichen Erlebens und Projektionsfläche romantischer Befindlichkeit wird. In Robert Schumanns Zyklus ‚Liederkreis‘ Op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff ist der Wald ständig präsent. Dort wird ein „Waldesgespräch“ geführt, in der Mondnacht „rauschen leis‘ die Wälder“, „Waldesvögel singen“ in einer alten Burg, „Jäger zieh’n im Wald und blasen“, und „von den Bergen rauschet der Wald“. Schumanns Vertonungen erweitern diese Texte und setzen ihnen Farben und Schattierungen hinzu, die alleine durch die Musik vermittelt werden. Im Mittelpunkt dieses Liederabends steht der gesamte ‚Liederkreis‘ von Robert Schumann. Ergänzt wird der Zyklus durch weitere Lieder und Klavierwerke von Franz Schubert, Robert Schumann, Hugo Wolf und Othmar Schoeck.

Jonas Müller, Bariton, ist ein international gefragter Konzertsänger. Er arbeitete jüngst mit Dirigenten wie Frieder Bernius, Christoph Poppen, Jos van Immerseel, Hans-Christoph Rademann und Hansjörg Albrecht. So war er unter anderem in der Berliner Philharmonie, der Münchner Isarphilharmonie und dem
Herkulessaal, der Hong Kong City Hall, dem Pavarotti-Freni Theater Modena und in der Hamburger Laeiszhalle zu hören. Der Liedgesang hat für den jungen Bariton einen großen Stellenwert, was durch die enge Zusammenarbeit mit dem Pianisten Gerold Huber unterstützt wird. Zuletzt konzertierte er mit Huber
im Berliner Pierre-Boulez-Saal und bei dem dänischen Kammermusik Festival „Hindsgavl“. In Meisterkursen bei Brigitte Fassbaender, Thomas Hampson und Ian Bostridge verfeinerte er seine Interpretationsfähigkeit weiter. Seit 2022 besucht er zudem die Liedklasse von Prof. Christian Gerhaher an der Münchner Musikhochschule. In der Saison 2023/24 ist er Teil des Programms Lied the future der spanischen Associació Franz Schubert, die ihm einen Meisterkurs mit Christoph Prégardien und verschiedene Konzertmöglichkeiten in Spanien ermöglicht.

Burkhard Bastuck studierte an der Musikhochschule des Saarlandes Klavier bei Alexander Sellier, Kammermusik bei Martin Galling und Schlagzeug bei Richard Armbruster. Er studierte ferner Klavier bei Achille Colassis am Conservatoire de Lausanne, Schweiz, und arbeitete mit Detlef Kraus von der Essener Folkwang-Hochschule. Er konzertiert regelmäßig in verschiedenen Kammermusikformationen und ist u.a. bei den Weilburger Schlosskonzerten, den Festeburg-Konzerten in Frankfurt am Main und den Gürzenich-Kammerkonzerten in der Kölner Philharmonie aufgetreten. Burkhard Bastuck ist im Hauptberuf Wirtschaftsanwalt und engagiert sich im Frankfurter Kulturleben u. a. als Vorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft und Mitglied des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts.

Dank an Willkie Farr & Gallagher LLP für die Unterstützung des Musikprogramms.

Eintritt 16 € / 8 € für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts Informationen

www.freies-deutsches-hochstift.de