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Letzte Aktualisierung: 19.02.2020

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Der Verein Rainbow Refugees Frankfurt hat seinen Platz im Historischen Museum gefunden

von Ilse Romahn

(10.02.2020) Im November 2015 schloss sich unter dem Namen Rainbow Refugees Frankfurt eine Gruppe mit dem Ziel zusammen, geflüchteten Angehörigen der LSBT*IQ-Community eine Anlaufstelle zu bieten.

Vereinsvitrine von 'Rainbow Refugees Frankfurt' in der Galerie 'Bürgerstadt' im Historischen Museum
Foto: Stadt Frankfurt
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Trotz ihrer Flucht erlebten die Betroffenen in den hiesigen Gemeinschaftsunterkünften häufig die gleiche Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt durch ihre Landsleute, wie bereits zuvor in den Heimatländern. Ziel des 2016 gegründeten Vereins war es, zunächst ein Bewusstsein bei den Entscheidungsträgern in den sozialen Einrichtungen und in der Politik zu schaffen.

Auf ehrenamtlicher Basis unterstützten die Mitglieder des Vereins bei Asylantragsverfahren, Behördengängen, kultureller Integration und sexueller Aufklärung. Mit einem offenen Treff ermöglichten sie Neuankömmlingen eine Gemeinschaft, in der sie sich sicher fühlen und austauschen konnten. Das im Jahr 2018 in Frankfurt ins Leben gerufene Safe-House, eine Unterkunft für LSBT*IQ-Geflüchtete, markierte einen Meilenstein in der Vereinstätigkeit. 2019 ging der Verein im Arbeitskreis Rainbow Refugee Support der AIDS-Hilfe Frankfurt auf, der bis heute aktiv ist.

Dass Frankfurt im Vergleich zu anderen europäischen Städten eine immer von Bürgern regierte Stadt war, gehört zu ihren besonderen Eigenschaften. Dieser Einzigartigkeit widmet sich die Galerie „Bürgerstadt“ in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ des Historischen Museums. Neben Gesichtern und Lebensläufen werden Gesellschaften vorgestellt, von Bruderschaften und Zünften des Mittelalters bis hin zu Vereinen und Bürgerinitiativen der Moderne.

Fünf Vitrinen, die an Vereinskästen erinnern, stellen Vereinigungen und Organisationen aus Vergangenheit und Gegenwart vor. Seit Donnerstag, 6. Februar, widmet sich eine davon der Arbeit des ehemaligen Rainbow Refugees Frankfurt. (ffm)