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Letzte Aktualisierung: 18.11.2019

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Der Nachlass des Josef Nix kehrt nach Hofheim zurück

Einmal USA und wieder zurück

von Adolf Albus

(31.10.2019) Seit vergangener Woche ist das Stadtarchiv um einen ganz besonderen Schatz reicher. Zehn gebundene Alben mit Fotografien, persönlichen Unterlagen und Material zur Familienforschung aus dem Nachlass des Hofheimer Studienrates und Heimatforschers Josef Nix sind aus den USA zurück nach Hofheim gekommen.

Foto: Stadtarchiv Hofheim
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Die Nix-Enkelin Hermi Woodward, die in den USA lebt, hat dieses Material dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt. Zwei weitere Lieferungen werden in den kommenden Monaten erwartet.

Das Material wird im Archivprogramm erfasst und fachgerecht verpackt. Die Unterlagen von Josef Nix sind dann, wie die weiteren Archivale, im Stadtarchiv einsehbar. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten.

Josef Nix wurde am 5. Oktober 1889 in Hofheim geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium in Höchst studierte er Mathematik, Physik, Chemie und Französisch in Göttingen und Straßburg. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er verwundet wurde, schlug er die Lehrerlaufbahn ein und ließ sich nach verschiedenen Stationen in Mayen in der Eifel nieder. Hier unterrichtete er bis zu seiner Pensionierung. Als sein Haus dort 1944 bei Fliegerangriffen zerstört wurde, kehrte er nach Hofheim zurück, wo er am 18. November 1964 verstarb. Nix war verheiratet mit Maria Staab, einer Schwester des bekannten Hofheimer Bäcker- und Konditormeisters Franz Staab, mit der er sechs Kinder hatte.

Nix hatte seit seiner Jugend einen Drang zur Dokumentation, der sich einerseits in seinem wohlgeordneten Nachlass ausdrückt, aber auch in seinen Schriften zur Hofheimer Geschichte. Besonders gewürdigt werden muss sein Einsatz bei der Einrichtung des Stadtarchivs. So sicherte er bei der Auflösung des Speichers im Alten Rathaus unter anderem Listen aus den Jahren 1566 und 68 über die Türkenschatzung und Protokolle der Gerichtsschreiber von 1626 bis 1634. Auch deshalb freut sich das Stadtarchiv besonders, nun auch seine persönlichen Unterlagen in seine Bestände aufnehmen zu können.

Die Stifterin Hermi Woodward wuchs in Wien auf, wanderte 1976 in die USA aus und arbeitete dort an der University of Texas. Bis zum Tod ihres Großvaters verbrachten sie und ihre Geschwister die Ferien gemeinsam mit ihrer Mutter Maria Troglauer, geborene Nix, regelmäßig in Hofheim.