Der Hauptbahnhof feiert seinen 135. Geburtstag
Foto: Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinkski
Bereits damals war der Hauptbahnhof einer der bedeutendsten Verkehrsknoten Deutschlands – und er ist es mit einer halben Million Reisenden und Besuchern täglich auch heute noch. Gleichzeitig ist der Bahnhof ein wichtiges Eingangstor zum Frankfurter Bahnhofsviertel und zur Innenstadt.
Durch die Historie des Hauptbahnhofs zieht sich eines von Anfang an wie ein roter Faden: Er sollte stets ein ansprechender Ausgangs- und Zielort für komfortables Bahnreisen sein. Gleichzeitig wird über die Jahre immer mehr Platz für mehr Züge und Menschen benötigt. Mit den Anforderungen der Mobilitätswende wächst die Bedeutung des Frankfurter Hauptbahnhofs nochmals deutlich. Schon heute verkehren hier weit über tausend Züge – Tendenz steigend. Daher setzt die Deutsche Bahn (DB) insbesondere mit dem Masterplan Frankfurt Hauptbahnhof, dem geplanten Fernbahntunnel und den zugehörigen unterirdischen ICE/IC-Bahnsteigen eine der größten Modernisierungs- und Kapazitätsoffensiven unter dem historischen Bahnhofsdach um.
Mehr Platz, mehr Licht, mehr Aufenthaltsqualität: Zukunft des Hauptbahnhofs
Mit dem Masterplan läutet die DB die Zukunft für den Frankfurter Hauptbahnhof ein. Gäste und Reisende sollen sich willkommen fühlen und komfortabel und sicher reisen. Dazu gehört im Wesentlichen, dass die unterirdische Verteilerebene (B-Ebene) und der Nordbau komplett umgestaltet werden. Auch die Zugänge zwischen Eingangshalle und B-Ebene passt die DB aufwändig an. Die wichtigste Veränderung hierbei ist ein großzügiger Lichthof, der künftig beide Bereiche miteinander verbinden wird. Im Innern erhält das Bahnhofsgebäude sein historisches Antlitz zurück: Am Querbahnsteig und in der Empfangshalle verschwinden auch im Nordbereich die Vorbauten der Läden, wodurch die Natursteinfassaden nach historischem Vorbild wieder hergestellt werden können. Gemeinsam mit Bund und Stadt investiert die DB allein für den ersten Teilabschnitt – Neustrukturierung der B-Ebene mit der vorgesehenen Deckenöffnung zur Schalterhalle sowie einer Neuordnung der Ein- und Ausgänge – insgesamt rund 375 Millionen Euro.
Die Umgestaltung der B-Ebene zu einem einladenden, lichtdurchfluteten Bereich mit Einkaufsmöglichkeiten läuft auf Hochtouren. Seit Herbst 2020 baut die DB die bestehenden Füllmaterialien, technischen Einbauten sowie Böden und Decken aus. Der Zeitplan sieht vor, die B-Ebene zur Fußball-Europameisterschaft im Juni 2024 zunächst teilweise zu öffnen, damit Reisende und Besucher die Wege nutzen können, um gut zum Stadion und zurückzugelangen.
Insgesamt setzt die DB im Frankfurter Hauptbahnhof aktuell über 20 einzelne Projekte um, die alle der Erhaltung, Modernisierung und Weiterentwicklung des Bahnhofs dienen und zeitlich eng aufeinander aufbauen. Dazu gehören der Ausbau heute nicht mehr nutzbarer Dämmstoffe ebenso wie die Verlegung von tausenden Metern Kabeln in den unterirdischen Bereichen oder die Einrichtung von Interimsbüros für das Bahnhofsmanagement im Südflügel. Außerdem erneuert die DB bauliche und haustechnische Anlagen in großem Stil und sorgt für den neuesten Brandschutz. Sämtliche Anlagen der Reisendeninformation werden sukzessive auf den neuesten Stand gebracht. Für die Belange des Betriebs und der Sicherheit ist bereits Videotechnik der neuesten Generation im Einsatz.
Parallel finden im engen Schulterschluss mit dem Denkmalschutz die Sanierungsarbeiten in der Eingangshalle und den angrenzenden Gebäudeteilen statt. Hier wurden in den vergangenen Monaten bereits statische und denkmalpflegerische Untersuchungen unter anderem an den Deckenbögen durchgeführt. Die DB hat dabei zum Beispiel den Südflügel im Bereich des ehemaligen Restaurants Cosmopolitan saniert.
Voraussichtlich 2027 öffnet die DB die Fläche zwischen Haupteingang und Querbahnsteig. Damit erhält der Hauptbahnhof ein attraktives, zeitgemäßes Erscheinungsbild, einen neuen Einkaufs- und Gastronomiebereich und Platz für mehr Fahrgäste, die die klimafreundliche Bahn für ihre Reise nutzen möchten. Die offene Gestaltung soll zusätzlich Transparenz und Sichtverbindungen schaffen. Schon heute legt die DB zudem viel Augenmerk auch auf die künftige Anbindung des Fernbahntunnels mit zusätzlichen unterirdischen Bahnsteigen für die ICE/IC-Züge.
www.deutschebahn.com
Weitere Artikel aus der Kategorie: