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Letzte Aktualisierung: 25.02.2020

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Der Baum bewegt die Menschen: Umweltamt präsentiert Bilanz des Umwelttelefons

von Ilse Romahn

(14.02.2020) Welches Umweltthema bewegt die Menschen in Frankfurt am meisten? Ganz klar: der Baum. Das ist die wichtigste Erkenntnis der Auswertung des Umwelttelefons für das Jahr 2019, die das Umweltamt jetzt vorgelegt hat.

Demnach drehten sich fast ein Drittel der insgesamt mehr als 5000 Anfragen um dieses Thema. Mit deutlichem Abstand folgten Anliegen aus dem Bereich Abfall (knapp 8 Prozent) und Straßenreinigung (6,4 Prozent).

Dagegen spielten die ansonsten dominierenden Umweltthemen Klimaschutz (2,2 Prozent) und Umweltzone/Dieselfahrverbot (1,8 Prozent) am zentralen Bürgerservicetelefon des Umweltamtes in 2019 kaum eine Rolle. Auch die Themen Lärm (4,4 Prozent) und Luft/Luftreinhaltung (2,6 Prozent) standen nicht im Vordergrund der Anfragen. Saisonal bedingt drängen eher Themen wie Bienen/Wespennester oder Laubbläser in den Vordergrund.

Besonders aber der Baum. Wobei zwei Drittel der Bürger, die sich hierzu per Anruf oder Mail meldeten, nach Informationen für eine Baumfällgenehmigung fragten. 25 Prozent interessierten sich für den Baumschutz, wollten demnach Bäume retten. Kurios: Bisweilen rufen Nachbarn nacheinander an – der eine will einen Baum fällen, der andere will es verhindern.

„Als Service für die Bürgerinnen und Bürger ist das Umwelttelefon nicht mehr wegzudenken“, sagt Umweltamtsleiter Peter Dommermuth. „Im Schnitt melden sich pro Tag mehr als 20 Personen. Und das Schöne ist: In den allermeisten Fällen können wir ihnen auch helfen. Die Leute sind dankbar für unsere Beratung.“

Das Umwelttelefon hat eine lange Tradition in Frankfurt. Es wurde 1986 nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gegründet. Am 9. Mai 1986, 13 Tage nach dem Super-GAU, ging das „Bürgertelefon Tschernobyl“ an den Start.

Über die Jahre hat das Team des Umwelttelefons einen umfangreichen Fundus an Umweltwissen zusammengetragen. So können die meisten Fragen direkt beantwortet werden, die anderen werden an die zuständigen Fachleute weitergegeben. Das Team besteht aus insgesamt fünf Personen.

Die Telefonzeiten sind montags bis mittwochs von 8.30 bis 15 Uhr, donnerstags von 10.30 bis 15 Uhr und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr. Per Mail ist der Service unter umwelttelefon@stadt-frankfurt.de zu erreichen.

Übrigens: Wer Müll, Straßenschäden, defekte Ampeln oder Ähnliches melden möchte, kann das auch über den Mängelmelder der Bürgerbeteiligungsplattform http://www.ffm.de tun. Dazu gibt es auch eine kostenlose App mit dem Namen „ffm.de App“. (ffm)