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Letzte Aktualisierung: 24.09.2021

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Den Höchster Wochenmarkt besser erreichen

Neues Faltblatt informiert über Parkmöglichkeiten und Haltstellen

von Ilse Romahn

(03.08.2021) Auf dem traditionsreichen Höchster Wochenmarkt mit seinen regionalen und frischen Produkten kaufen nicht nur die Höchsterinnen und Höchster gerne ein, er ist auch ein beliebtes Ziel für Besucherinnen und Besucher aus dem Umland.

Anne Lederer, Stadtplanungsamt, Markus Schaetzle, Sprecher der Marktbeschicker, Jürgen Schmitt, ProjektStadt, Peter Geis, Marktbeschicker,
Foto: Stadt Frankfurt
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Seine Attraktivität führt aber gerade an den Samstagen häufig dazu, dass sich rings um das Marktgeschehen die Autos Stoßstange an Stoßstange reihen. Die Fahrerinnen und Fahrer sind dabei meist auf der Suche nach einem freien Parkplatz direkt am Markt.
 
Dabei gibt es in der Nähe des Marktplatzes in Parkhäusern und auf Parkplätzen viele gute Alternativen, die nur wenige Gehminuten entfernt sind. Zudem ist Höchst hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen und die Haltestellen liegen nahe am Markt. Direkt vor Ort befindet sich außerdem eine überdachte Abstellanlage für Fahrräder. All diese Möglichkeiten finden sich jetzt in einem Faltblatt, das aktuell im Rahmen des Förderprogramms Innenstadt Höchst erschienen ist. Es enthält einen Plan mit Parkmöglichkeiten und Haltestellen sowie zusätzliche Informationen, etwa die Linien der öffentlichen Verkehrsmittel oder die Öffnungszeiten und Kosten der Parkhäuser.
 
„Wir haben festgestellt, dass viele die Fülle der Möglichkeiten zum Markt zu kommen, gar nicht kennen“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Viele wissen zum Beispiel nicht, dass der große Parkplatz am Industriepark in der Paulistraße samstags für alle kostenfrei zur Verfügung steht – nur etwa fünf Gehminuten vom Markt entfernt. Mit dem Faltblatt möchten wir informieren und gleichzeitig appellieren: Nutzen Sie die umliegenden Parkhäuser und die Parkplätze in der Nähe. Oder lassen Sie das Auto zu Hause und kommen mit dem Bus, der Straßenbahn, der S-Bahn oder dem Rad. Damit das Einkaufen auf dem Markt für alle noch entspannter und schöner wird.“
 
Die Idee zum Faltblatt entstand in der bürgerschaftlichen Arbeitsgruppe „Markt“, die 2019 in der Stadtteilwerkstatt Innenstadt Höchst entstanden ist. Die Gruppe beschäftigt sich mit Möglichkeiten, die Attraktivität des Marktes auf der Grundlage des bestehenden Angebots noch weiter zu steigern. Eines der diskutierten Themen ist dabei die Frage, wie die Umfahrung des Marktes mit dem trennenden Verkehrsfluss zwischen Markthalle und Marktaußenbereich reduziert oder verhindert werden kann. Ein Denkansatz, um dies zu erreichen, ist die Aufgabe der Parkmöglichkeiten im Süden des Marktplatzes. Dieser Vorschlag hat in der Vergangenheit zu Auseinandersetzungen mit dem Markthändlerinnen und -händlern geführt. Aus deren Sicht werden die Parkplätze nämlich zwingend benötigt, um weiterhin für Kundinnen und Kunden attraktiv zu bleiben.
 
Zwischenzeitlich hat sich in Gesprächen zwischen Vertreterinnen und Vertreterinnen der AG und der Markthändlerschaft allerdings gezeigt: Auch wenn die Positionen zu den Parkplätzen auf der Marktsüdseite weit auseinander liegen, so gibt es doch Themen, bei denen man an einem Strang ziehen möchte: Falschparken ist etwa für alle ein Ärgernis. Ebenso möchte man gemeinsam daran arbeiten, die Besucherinnen und Besucher des Marktes für die bestehenden Alternativen zu den Parkplätzen direkt am Markt zu sensibilisieren. Dies soll nun unter anderem mit dem aktuell erschienenen Faltblatt geschehen, das vom Stadtplanungsamt und dem Stadtteilmanagement der ProjektStadt gemeinsam mit dem Büro Transparent Design Management entwickelt wurde.

Das Faltblatt ist künftig auf dem Markt, im Stadtteilbüro Innenstadt Höchst in der Bolongarostraße 135 und an anderen Stellen erhältlich. Weitere gemeinsame Aktionen der AG Markt und den Markthändlerinnen und -händlern sind angedacht, etwa ein gemeinsamer Infotag. Dabei beschränken sich die Überlegungen nicht auf das Thema Verkehr: So soll auch gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie und wo temporäre Sitzmöglichkeiten im Freien zum Verzehr der Marktwaren, insbesondere aus der Markthalle, geschaffen werden könnten. (ffm)