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Letzte Aktualisierung: 01.03.2024

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Demokratie erleben: 22.000 Besucher beim „Römer Open“ im Frankfurter Rathaus

von Ilse Romahn

(22.05.2023) Rund 22.000 Frankfurterinnen und Frankfurter, aber auch viele Besucherinnen und Besucher aus dem übrigen Rhein-Main-Gebiet haben am Samstag, 20. Mai, die Gelegenheit genutzt, sich das Frankfurter Rathaus von innen anzusehen.

Blick in den Kaisersaal
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Jan Hassenpflug
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Sie erwarteten unter anderem Hausführungen in vielen Sprachen, Theaterstücke zu historischen Themen rund um das Paulskirchenjubiläum, Ausstellungen und vor allem ein Kennenlernen der Akteurinnen und Akteure von Stadtpolitik und -verwaltung. Passend zur Feier von 175 Jahren Paulskirche war das zentrale Thema des Tages der offenen Tür im Römer „Demokratie erleben“. 

„Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger ist unser höchstes Gut. Daher freue ich mich sehr, dass ‚Römer Open‘ nach einer langen Pause in diesem Jahr wieder stattfinden konnte“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef. „Wir haben unsere Türen weit geöffnet, um den Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in die Arbeit unserer vielen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in die Stadtpolitik und ihre Mechanismen zu ermöglichen“, sagte Josef bei der Eröffnung der Veranstaltung auf dem Römerberg.

Auch Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner ist sehr zufrieden mit dem Tag der offenen Tür. Sie hatte zum direkten Dialog in ihr Dienstzimmer eingeladen, ein Angebot, das von vielen Besucherinnen und Besuchern angenommen wurde. „Ich habe viele gute Gespräche geführt. Die Menschen waren interessiert und informiert. Sie wollen nicht nur zuhören, sondern auch mitreden und mitgestalten. Dass das in so direkter Form auch geschieht, ist sehr wichtig für die demokratischen Prozesse unserer Stadt. Daher ist ein Tag wie der ‚Römer Open‘ von zentraler Bedeutung für die Arbeit unserer Stadtpolitik“, sagte Arslaner.

Viele Gäste besuchten auch den Plenarsaal, in dem am Nachmittag mit Theaterstücken und nachgestellten politischen Debatten an die historischen Ereignisse und ihre Akteure der Zeit von 1848, aber auch an den langen Weg zu einem allgemeinen Wahlrecht, erinnert wurde. 

Einen richtigen Run gab es auf die 40 Führungen, die in acht verschiedenen Sprachen angeboten worden und früh ausgebucht waren. Auch die „Escape Bubbles“, ein Escape Game des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Kooperation mit der Goethe Universität, im Limpurgsaal war sehr nachgefragt bei den Besucherinnen und Besuchern. Ganz konkrete Demokratieschulung gab es im Wanebachhöfchen, hier konnten Besucherinnen und Besucher politische Begrifflichkeiten verstehen lernen oder auch üben, gültige und nicht gültige Stimmzettel einer Kommunalwahl zu sortieren.  

Selten in der Öffentlichkeit zu sehen und entsprechend begehrt von den Gästen im Römer war das Goldene Buch der Stadt Frankfurt, das in seiner ganzen 20-Kilo-Pracht unter Glas im Ludwig-Landmann-Saal, dem Tagungsort des Magistrats, bestaunt werden konnte. 

Viele Gäste waren am Samstag mit ihren Kindern in den Römer gekommen und auch für diese gab es besondere Angebote. Im Ratskeller bastelten die Kinder kleine Paulskirchen aus Holz als Andenken an das Paulskirchenfest, neben dem Plenarsaal fertigten jungen Gäste zusammen mit ihren Eltern mit großem Eifer Badges an. 

„Als Veranstalter sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf des Römer Open und auch dem großen Zuspruch in diesem Tag der offenen Tür“, sagte Eduard M. Singer, Leiter des City- und Stadtteilmarketing. „,Der Römer Open‘ als Fest im Fest war ein großartiger Erfolg und Werbung für die Arbeit unserer städtischen Gremien, Ämter, Betriebe und Gesellschaften in einem der schönsten Orte Deutschlands, in Frankfurt am Main“. (ffm)