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DB und Eurostar planen Hochgeschwindigkeitsstrecke

Die Deutsche Bahn (DB) und Eurostar wollen eine direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Deutschland und London schaffen. Grundlage ist eine jetzt unterzeichnete Absichtserklärung, die den Weg für ein gemeinsames Fernverkehrsangebot ebnet. Der Start ist für die frühen 2030er Jahre vorgesehen.

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Symbolfoto
Foto: ALSTOM SA / SPEEDINNOV SAS 2025

Beide Unternehmen prüfen Optionen für Direktverbindungen zwischen London und deutschen Metropolen wie Köln und Frankfurt. Eurostar bringt seine Erfahrung mit dem Kanaltunnel ein, die DB ihre Infrastrukturkompetenz. Vorgesehen ist der Einsatz der neuen doppelstöckigen Celestia-Züge von Eurostar. Vor dem Betriebsstart müssen technische, rechtliche und betriebliche Voraussetzungen erfüllt werden.

DB-Vorstand Michael Peterson sieht darin „ein großes Potenzial für die europäische Schiene“ und betont die Bedeutung von Partnerschaften für grenzüberschreitende Angebote. Eurostar-Chefin Gwendoline Cazenave spricht von einem „großen Schritt, um Reisen zwischen London und Deutschland nachhaltiger und komfortabler zu gestalten“. Auch die Verkehrsminister beider Länder unterstützen das Vorhaben und arbeiten in einer gemeinsamen Task Force an rechtlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen.

Ziele der Kooperation:

  • Aufbau eines direkten Fernverkehrsangebots zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich.
  • Verbesserung der Reisemöglichkeiten mit mehr Komfort und einer umweltfreundlichen Alternative zum Flugverkehr.
  • Entwicklung gemeinsamer Fahrpläne und Terminallösungen für internationale Grenz- und Sicherheitskontrollen.

Die Initiative wird politisch flankiert durch den deutsch-britischen Freundschaftsvertrag vom Juli, der eine engere Zusammenarbeit im Verkehrsbereich vorsieht.