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Letzte Aktualisierung: 06.12.2022

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Das sind die die neuen Sehenswürdigkeiten Katars

von Bernd Bauschmann

(15.11.2022) Ende des Jahres ist endlich wieder soweit – die Fußball Weltmeisterschaft steht ins Haus. Nicht nur für Fußballfans ist die WM ein großes Event.

Lusail Iconic Stadium, Qatar. Austragungsort des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2022
Foto: Unsplash / Visit Qatar
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Vor allem das Gastgeberland befindet sich für gewöhnlich während des Turniers in einem Ausnahmezustand, was natürlich auch für Groundhopper etwas ganz Besonderes ist. Vor allem in diesem Jahr, denn erstmals findet die Weltmeisterschaft in Katar statt. Das bedeutet auch, dass eine Menge neue Stadien bespielt werden. Wir stellen den Gastgeber Katar und die neuen Spielorte genauer vor.

Die Winter-WM im Wüstenstaat
Nicht wenige Beobachter staunten Ende 2010 über die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 nach Katar. Das kleine Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel ist nicht unbedingt als Fußballnation bekannt. Allerdings spielt der Sport im Allgemeinen eine wichtige Rolle in dem Land. Seit Mitte der 2000er Jahre bemüht sich Katar um zahlreiche Ausrichtungen sportlicher Großevents von Motorsport-Grand-Prix über Handball- und Leichtathletik Weltmeisterschaften bis hin zu internationalen Tennisturnieren hat Katar bereits bewiesen, dass sie große Sportevents ausrichten können. Diese Leidenschaft teilt sich der Wüstenstaat auch mit anderen Emiraten in der Region wie Abu Dhabi oder dem Stadtstaat Bahrain. Nun steht also die Fußball-Weltmeisterschaft ins Haus. Auch wenn die heimische Qatar Stars League mit zahlreichen Altstars immer wieder für Schlagzeilen sorgt, mussten Infrastruktur und Stadien in Rekordzeit errichtet werden. Mittlerweile sind die Arenen fertig und Groundhopper können sich auf neue Ziele freuen.

Groundhopping – der Städtetrip mal anders
Mit seinen zahlreichen Wolkenkratzern will natürlich auch Katar im Rennen mit dem anderen arabischen Öl-Staaten mithalten. Groundhopper dürften sich allerdings viel mehr für die neuen Super-Arenen interessieren. Doch was ist Groundhopping eigentlich genau? Hierbei handelt es sich in gewisser Weise um einen Städtetrip oder Urlaub der besonderen Art. Einem Groundhopper geht es darum, möglichst viele Stadien, also „Grounds“ zu besuchen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man sich zwei bis drei Fußballspiele an einem Tag anschaut. Kein Wunder, dass sich Katar mit seinen acht Arenen auf kleinster Fläche perfekt für dieses Hobby eignet. Und für die WM haben sich die Architekten und Investoren richtig ins Zeug gelegt.

Acht hochmoderne Fußball-Stadien
Ursprünglich wollten die Ausrichter die WM in Katar in 12 verschiedenen Stadien stattfinden lassen. Doch von vielen Seiten mehrten sich kritische Stimmen, dass zwölf Stadien, zum großen Teil Neubauten, viel zu viel und völlig überambitioniert seien. Letztlich einigten sich die Veranstalter und FIFA auf acht Stadien, die alle den modernsten Maßstäben entsprechen.

Das Prunkstück der katarischen Stadionbau-Offensive ist ganz klar das Lusail Iconic Stadium in Lusail. Nicht nur die Bauzeit von knapp vier Jahren ist rekordverdächtig. Mit bis zu 86.000 Zuschauern ist es zudem größte Stadion der WM als auch das größte Stadion des Wüstenstaates. Hier soll unter anderem das WM-Finale stattfinden. Schaut man auf die Quoten der WM Fußball Wetten, ist Brasilien einer der Kandidaten für das Endspiel. Die Seleção führt derzeit mit einer Quote von 5,00. Dicht dahinter sind aber die Argentinier (7,00) und die Franzosen (7,50). Deutschland wird hingegen momentan mit einer Quote von 12,00 kein Favoritenstatus zugeschrieben (Stand: 09.11.22).

Das Eröffnungsspiel soll im al-Bayt-Stadion in al-Chaur stattfinden. Das kürzlich fertiggestellte Stadion fasst 60.000 Zuschauer und gehört zu den modernsten Arenen der Welt. Sowohl für das Design als auch die nachhaltige Bautechnik und Effizenz wurde das Stadion mehrfach ausgezeichnet.

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Das Ahmed bin Ali Stadium in ar-Rayyan fasst während der WM 43.000 Zuschauer. Wie bei den meisten anderen Arenen in Katar, soll der Oberrang nach dem Turnier wieder zurückgebaut werden. Bereits 2003 eröffnet, war es unter anderem schon Austragungsort der FIFA-Klubweltmeisterschaft.

Ebenfalls in ar-Rayyan befindet sich das Education City Stadium mit 40.000 Sitzplätzen. Das 2020 eröffnete Stadion wird auch als „Juwel der Wüste“ bezeichnet und umfasst, wie der Name schon anklingen lässt, einen weiträumigen Bildungscampus.

Das Khalifa International Stadium in ar-Rayyan ist das älteste Stadion Katars. Es wurde bereits 1976 eröffnet und fasste bis zu seinem Umbau rund 50.000 Zuschauer. Seit der Modernisierung beträgt die Kapazität 40.000 Zuschauer. Rund um das Stadion befinden sich zahlreiche weitere Sportstätten.

Das 2019 fertiggestellte Al-Janoub Stadium in al-Wakra gehört zu den modernsten Arenen des Landes. Damit es auch nach der WM noch seinen Zweck erfüllt, beherbergt es weitere Sportanlagen wie Tennisplätze und Sporthallen.

In der Hauptstadt Doha befinden sich zudem noch die beiden Neubauten Stadium 974 und das al-Thumama-Stadion. Beide Arenen fassen ebenfalls 40.000 Zuschauer. Das besondere am Stadium 974 ist, dass es nach der WM wieder komplett abgebaut wird.

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Die neuen Stadien haben nicht nur für Groundhopper einiges zu bieten. Beim Bau der Arenen wurde viel Wert auf Nachhaltigkeit und Wiederwertbarkeit gelegt. Damit könnte Katar einen Trend setzen.